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Bad Honnefer montieren Solaranlage in Tansania

Montag, 22. Oktober 2018

BAD HONNEF. Der Verein Interplast, der ehrenamtlich plastisch-chirurgische
Operationen in Entwicklungsländern durchführt, hat eine neue Solaranlage für das
Puma-Hospital in Tansania organisiert. Die Montage hat eine Firma aus Bad
Honnef übernommen.
Von Roswitha Oschmann, 22.10.2018

Monteure bei der Arbeit auf dem Dach der Krankenhaus-Station

Unterm Dach wurde operiert, auf dem Dach montiert. Ihren jüngsten Einsatz in der
Missionsstation Puma werden Michael Schidelko und seine Frau Regina wohl kaum
vergessen. Während die beiden Mediziner, die seit nahezu drei Jahrzehnten für Interplast
unentgeltlich in Entwicklungsländern arbeiten, mit einheimischen Ärzten in zwei
Wochen 70 Operationen durchführten, brachte ein Elektriker-Team Solar-Paneelen auf
den Gebäuden des Puma-Krankenhauses an.

„Die montierten Paneele liefern jetzt so viel Strom, dass das gesamte Krankenhaus mit
seinen Funktionsabteilungen – OP, Kreißsaal, Röntgenabteilung, Sterilisation und
Wäscherei – versorgt ist“, berichtet Michael Schidelko, der mit großem persönlichen
Einsatz und zusammen mit seiner Interplast-Sektion Siebengebirge die Entwicklung des
Puma-Krankenhauses vorantrieb.
Die autarke, zuverlässige Stromversorgung stellt einen Meilenstein in dessen
Entwicklung dar. Das Wichtigste: „Nun haben wir keine Stromausfälle mehr.“ Dadurch
war es in der Vergangenheit bereits zu dramatischen Vorfällen gekommen.
Umweltschutz und Geldersparnis kommen hinzu. Schidelko: „Sonne gibt es dort
bekanntlich genug. Der Solarstrom ist umsonst, der Generatortreibstoff Diesel teuer.“

Michael Schidelko und seine Frau Regina mit dem Team im Krankenhaus in der Missionsstation Puma

Gesamtkosten liegen bei 80.000 Euro

Der Chirurg: „Vor einem Jahr erhielten wir die Zusage des Bundesministeriums für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Erweiterung der Solaranlage
am Krankenhaus Puma.“ Das BMZ übernimmt 75 Prozent der Gesamtkosten in Höhe
von 80.000 Euro, für den Rest kommt Interplast auf. Zunächst gab es die Idee, Afrikaner
mit dem Projekt zu betrauen.
„Aber auf die vom BMZ geforderte Ausschreibung meldete sich in Tansania kein
einziges Unternehmen. So bekam nach einer weiteren Ausschreibung in Deutschland
eine Bad Honnefer Firma den Zuschlag. Sie machte die Planung und besorgte alle
erforderlichen Teile zur Montage der 140 Solarpaneele und der Technik.“
Elektroinstallateurmeister Thomas Jäger, der bereits in der Vergangenheit etliche Male
ehrenamtlich in Puma wirkte, erledigte das.
Die Anlieferung der Materialien zum Bonner Hafen dauerte bis April dieses Jahres,
dann wurde der Container für seine Reise nach Ostafrika verschifft. Langwierig
gestalteten sich die Verhandlungen mit Zoll und Steuerbehörden. In der ersten
Septemberwoche erreichte die Fracht endlich die Missionsstation.
In der Zwischenzeit trafen sich Jäger, Schidelko und ein Team der Organisation
Elektriker ohne Grenzen (EoG) regelmäßig zu Skype-Konferenzen, um alle Details zu
besprechen – vom Schalt- und Montageplan bis zum Impf- und Flugplan. Noch am
Ankunftstag der Mediziner-Elektriker-Mannschaft wurde der Inhalt des Containers mit
einem vorsintflutlichen landwirtschaftlichen Gespann zum Hospital transportiert. Dort
montierten die EoG-Elektriker mit umsichtiger Hilfe einheimischer Mitarbeiter die
Schienen für die Paneele auf die verschiedenen Dächer. Gar nicht so einfach bei den
leichten Wellblechdächern. Immer wieder musste wegen verschiedener Überraschungen
improvisiert werden.

Das Dach verfügt jetzt über eine Solaranlage

Kiste mit Befestigungsschrauben fehlte

Aber: „Täglich wuchsen neue Paneele auf den Dachflächen, für die Techniker eine
höchst schweißtreibende Arbeit, den ganzen Tag der Tropensonne auf den heißen
Blechdächern ausgesetzt zu sein.“ Auch die Converter wurden montiert; dazu war vorab
mit Geldern des Lions-Clubs Siebengebirge ein eigenes Technikhaus errichtet worden.
Eine Kiste mit Befestigungsschrauben war wohl im Hafen abhanden gekommen, so dass
die letzten Paneele noch nicht montiert werden konnten. Im November erhalten auch die
anderen Bereiche der Mission Anschluss ans Solarstromnetz.
Michael Schidelko, der Anfang 2019 zunächst zum neuen Projekt nach Malawi reist,
wird auch im nächsten Jahr wieder nach Puma gehen, wo vier, fünf Ärzte tätig sind.
„Vieles können sie selbst machen. Das Niveau ist spürbar gestiegen. Sie wagen sich an
Operationen heran, die sie vor Jahren nicht gemacht hätten. Die Problemfälle werden
von den Interplast-Ärzten übernommen.“ 2018 ist jeden Monat ein Team der Sektion
Siebengebirge dort.
Nachdem sein Freund Jürgen Meyer-Oswald aus Altersgründen seine Einsätze als
Zahnarzt beenden musste, konnte Michael Schidelko zwei Honnefer Zahnärztinnen,
Katharina Walz und Antje Hilger-Rometsch, gewinnen. Für das Hospital besorgte er
gerade erst 80 ausrangierte Krankenhaus-Betten, deren Transport er nun organisiert. So
ist der Präsident von Interplast Deutschland unermüdlich tätig. Nicht nur mit dem OP-
Besteck.

 

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/siebengebirge/bad-honnef/Bad-Honnefer-montieren-Solaranlage-in-Tansania-article…

 

 

Orthopädische Chirurgie in Madagaskar April bis Oktober 2017 Diego-Suarez, Polyclinic Next

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Drs C. und T. Vasters

Nachdem auch in der Polyclinic Next (Abb.1) das Engagement von Interplast in den letzten zwei Jahren in Kurzzeiteinsätzen von Teams bestanden hat, sollte jetzt untersucht werden, ob eine permanente (rekonstruktiv-traumatologische) Einrichtung im Norden Madagaskars effektiv sein könnte.

Die Polyclinic mit ihrer italienischen Leitung war von Interplast ausgewählt worden, weil das Niveau der (operativen)Einrichtung (Abb.2) über dem Niveau eines durchschnittlichen afrikanischen Krankenhaus liegen dürfte. Zur Prüfung der Frage einer permanenten Präsenz wurde mit der Polyclinic Next vertraglich vereinbart, dass Interplast für die Zeit von 6 Monaten das Defizit in der Bilanz der Klinik bis zu einer Höchstsumme von 10.000€ monatlich ausgleicht. Dafür sollten die Bedürftigen kostenfrei behandelt werden können, vermögenden und/oder versicherten Patienten sollte die Behandlung weiterhin durch die Klinik in Rechnung gestellt werden. In dem Betrag sollte auch die Kosten für Einsatzteams abgedeckt sein. Wie bisher für die Kurzeinsätze der plastisch-chirugischen Interplastteams wurde auch die orthopädisch-traumatologische Behandlung im Radio angekündigt; dabei wurde dabei anonnciert, dass die (auch operative) Behandlung aller orthopädischen Erkrankungen bis zum Alter von 15 Jahren und die Erstversorgung aller Verletzungen kostenfrei erfolgen würden.

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Einsatzbericht Augenteam Vision for Puma/Tansania e.V. 28.10.18-11.11.18

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Dr. Andrea Huth (Teamleitung), Lieselotte Nette ( OP- Schwester), Dr. Marie Rogge (Fachärztin für Augenheilkunde und Anästhesie)+ Tochter Helene, Friedemann Schönewolf (Assistenzarzt Augenheilkunde)

Ende Oktober fand der 2. Augenärztliche Einsatz für 2018 in Puma statt, der wieder als erfolgreich gewertet werden kann.

Start war am 28.10.18 in Berlin Tegel zunächst mit Frau Nette, Dr. Marie Rogge, ihrer 15jährigen Tochter, die auf eigene Kosten als freiwillige Helferin mitkam, und Herrn Schönewolf. Nach unkompliziertem Hin-Flug gab es am Kilimanjaro- Flughafen wie erwartet Schwierigkeiten am Zoll, da dieser nach Durchleuchtung der Koffer diese öffnen ließ und den Inhalt beanstandete. Leider lag uns -trotz vorab erfolgter Anmeldung bei der FDAT 5 Wochen vorher- keine Genehmigung der FDAT für die mitgebrachten Medizinprodukte vor, allerdings war es nach Verhandlungen von Pater Josef mit den Zollbeamten möglich, die Koffer samt Inhalt mitzunehmen. Das Team wurde anschließend nach Dareda gefahren, wo am Montag, dem 30.10. wie geplant Sprechstunde abgehalten werden konnte. Von 19 Patienten wurden 5 für Puma zur Operation rekrutiert, darunter ein Mann mit schweren Gesichtsverbrennungen und beidseitiger Augenbeteiligung.

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Weihnachtsbrief Sektion Siebengebirge

Freitag, 8. Dezember 2017

INTERPLAST – Germany e.V.

Gemeinnütziger Verein für Plastische Chirurgie in Entwicklungsländern

Sektion Siebengebirge

Vorstand: Dr. Michael Schidelko,

Im Wingert 25 53604 Bad Honnef Tel 02224-6123 info@cts-honnef.de

 

Liebe Freunde und Förderer ! Bad Honnef, im Advent 2017

Wenn ich nun das erste Jahr ohne feste berufliche Tätigkeit fast hinter mir habe, ist bei mir als Jungrentner keine Langeweile aufgekommen; denn alles, was ich bisher für Interplast nebenher gemacht habe, füllt jetzt fast mein gesamtes Tagewerk aus. Zum Glück fehlt der Druck durch Praxis und Klinik, so dass man die vielfältigen Aufgaben mit einer gewissen Entspannung tätigen kann.

Unsere Sektion hat im abgelaufenen Jahr 18 Einsätze durchgeführt bzw organisiert und damit wieder die Leistung des Vorjahres erreicht. Die Besonderheit aber war, dass eine Reihe von Ein- bzw Zwei-personen Einsätzen dabei waren: In Puma hatte noch bis Mitte des Jahres der Unfallchirurg und Orthopäde Martin Krajewski durchgehend gearbeitet und mit der 10.000 sten Operation seit Bestehen des neuen Krankenhauses seine Tätigkeit in Tansania beendet. Ihm folgte der Plastische Chirurg Marco Bertrams, der noch bis März 2018 bleiben wird.

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Der Generalanzeiger berichtet:

Freitag, 8. Dezember 2017

 

 

Jubiläum in Puma 10.000 OP

Sonntag, 16. Juli 2017

Gestern wurde unter Beteiligung von Fr. Dr. Lempa im Krankenhaus in Puma/Tanzania die 10.000. Operation seit Eröffnung des OPs im Jahr 2003 durchgeführt.

Die meisten Operationen wurden durch die Interplast-Teams aus dem Siebengebirge und deren bundesweit verteilten Freunden durchgeführt,

und natürlich auch durch die 5 Ärzte, die unsere Sektion seit Jahren zu langfristigen Verträgen entsandt hatte.

Mittlerweile konnten mit Hilfe der Deutschen Ärzte auch zahlreiche Opererationen durch die einheimischen Ärzte vorgenommen werden.

 

Auf dem Bild ist der in den letzten 18 Monaten dort arbeitende Unfallchirurg, Dr. Martin Krajewski zu sehen, der in diesen Wochen wieder nach Deutschland zurückkehren wird.

Er wird die Leitung der Chirurgie an den tansanischen Arzt Dr. Daniel  D. übergeben, der in den letzten 3 Jahren auf Kosten des Trägerordens

und von Interplast Siebengebirge seine Fachausbildung absolviert hat.

 

Liebe Grüße

Michael Schidelko

 

 

 

Einsatzbericht des augenärztlichen Teams vom 20.05. bis 04.06.2017 in Puma/ Tansania, Krankenhaus des katholischen Ordens„Mother of the holy cross“

Samstag, 17. Juni 2017

Dr. Christiane Schilling (Augenärztin), Dr. Georg Kleintges (Augenarzt), Dr.Frank Klemm (technischer Mitarbeiter, Vorsitzender Verein „Vision for
Puma“ e.V.) Ramona Sellke (OP- Schwester), Helga Kornmesser (Optikerin), Philip Wakili, (Assistenzarzt), Laura Heimann (Studentin)
Nach einem unkomplizierten Flug gestaltete sich die Einreise auf dem Flughafen Kilimanjaro äußerst problematisch. Bei der Einreisekontrolle unseres
Gepäcks wurden 2 Koffer beanstandet. Die mitgebrachten Medikamente wurden eingehend kontrolliert. Da Pater Joseph noch nicht da war, konnten
wir auch unsere vorher gemailte und bestätigte Medikamentenliste nicht vorlegen. Bei seiner Ankunft stellte sich heraus, dass die von ihm
mitgebrachte Liste nicht vollständig war und auch nicht durch die FDA-T, so wie jetzt gefordert, bestätigt war. Das hatte zur Folge, dass der Wert der
Medikamente durch den zuständigen Beamten geschätzt wurde und wir 200 US$ Strafzoll zahlen mussten. So starteten wir erst mit 3 Stunden
Verzögerung unsere Fahrt nach Arusha. Besonders anstrengend war das für Laura und Philip, die bereits seit 4:00 Uhr. am Flughafen warteten.
In Arusha mussten wir noch zwei Zwischenstopps einlegen, um Medikamente und zwei angehende Sozialpädagogen in unseren schon überladenen
Bus einzuladen.

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Spendenaufruf für Afrika

Samstag, 17. Juni 2017

 

 

Weinachtsbrief 2016 Sektion Siebengebirge

Sonntag, 4. Dezember 2016

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Meine Famulatur in Tansania – Zwischen Kaiserschnitt und Fixateur externe 21.07.16 -19.08.16

Samstag, 3. Dezember 2016

 

Der letzte Sommer war ein ganz besonderer für mich. Ich habe 30 Tage im Queens of Universe Hospital in Puma, Tansania, bei dem deutschen Chirurgen Dr. Martin Krajewski meine Famulatur abgeleistet. Er wird als Facharzt für Allgemein- und Unfallchirurgie, nach 15 Jahren Krankenhauserfahrung und der selben Zeit in eigener Praxis, nun für anderthalb Jahre für die Organisation Interplast tätig sein.

Er las mich auch nach meinem Flug in Arusha auf und gemeinsam traten wir die Busfahrt ins Landesinnere an. Mittwochabend kamen wir an und am Donnerstag starteten wir mit einer ersten Visite, bei der ich direkt einen guten Überblick über die verschiedenen Patienten bekam.

Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass die drei einheimischen Ärzte Dr. Baraka, Dr. Mmary und Dr. Mabula die internistischen Patienten selbstständig behandeln, während Dr. Krajewski mit unfallchirurgischem Schwerpunkt arbeitet.

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