Einsatz Indien 2018

Mittwoch, 26. September 2018

Zu einem medizinischen Einsatz nach Indien wollen wir aufbrechen

„Wir“: das sind Dr. André und Eva Borsche, unterstützt vom Anästhesisten Dr. Micha Danecke und der Chirurgin Dr. Laura Döring aus der Kreuznacher Diakonie , den beiden Anästhesistinnen Dr. Gabi La Roseé aus Essen und Dr. Carolin Towara aus Frankfurt, der OP Schwester Marianne van Deesten aus München, und -zum ersten Mal dabei- Physiotherapeutin Anna-Lena Herter aus Boos.

Abschied in Frankfurt

18 Koffer sind gepackt, medizinisches Gerät und Kuscheltiere sind verstaut, die letzten emails gehen zwischen Bad Kreuznach und unserem Zielort, einem kleinen indischen Krankenhaus hin und her:

-wie viele Pakete steriler Handschuhe lagern noch von unserem vorjährigen Einsatz dort?

-sind die blauen Kinderverbände noch da?

-wird die Nähstube rechtzeitig mit den OP-Kitteln und den Nachthemden für die Patienten fertig?

-die Ambulanzschwester dort wünscht sich 20 Tuben Arnikasalbe für ihre Patientenbesuche in den abgelegenen Dörfern …..

Auf beiden Seiten des Globus steigert sich von Tag zu Tag emsige Vorfreude.

Doch dann der Schreck!

Drei Tage vor unserer eigenen Abreise werden befreundete Kollegen, die zu einem ähnlichen Einsatz aufgebrochen sind, an der indischen Grenze zurückgewiesen, und kehren mit dem nächsten Flugzeug unverrichteter Dinge nach Deutschland zurück! Plötzlich waren all ihre Vorbereitungen umsonst! Ratlose Ärzte hier, enttäuschte Patienten dort. Auf beiden Seiten war mit einem Mal die mit Freude und Fleiß geleistete Vorarbeit sinnlos geworden.

Wir lauschen fassungslos lauschen dem Bericht unserer verzweifelten Freunde.

Wird es uns ebenso ergehen? Wie sollen wir das vermeiden?

Schnell reduzieren wir unser Gepäck um 3 Koffer auf das dringend notwendige. Der Rest wartet in Bad Kreuznach auf günstigere Zeiten….

Nur 8 Stunden Flugzeit und es ist soweit: das Flugzeug speit eine Riesenmenschenwolke aus, die von meandrierenden Geländern in 15 lange Schlangen vor den Einreiseschaltern gekämmt wird. Zentimeter für Zentimeter schiebt die Masse immer wieder stockend ihr Handgepäck vorwärts. Betont entspannt versuche ich mich dabei in eine Fachzeitschrift zu vertiefen, doch meine Hand zittert, und mein Herz schlägt bis zum Hals.

Nach vier Stunden ist der Schalter erreicht: Jetzt so ruhig und gelassen wie möglich wirken! Ein kleiner heiterer Gedankenaustausch mit dem Grenzbeamten, wir bringen unsere Hochachtung vor Kultur und spiritueller Tradition Indiens zum Ausdruck……

Fingerabdrücke… Dokumentenblättern…. Detailfragen…Stempel.., dann unbeteiligtes Durchwinken

– wir haben es geschafft!

Erleichtert und überglücklich werden wir von unseren indischen Freunden und den Krankenhausschwestern am Flughafenausgang in die Arme geschlossen.

Nach 4 Stunden Fahrt in einem alten Schulbus durch endlose Zuckerrohrfelder erreichen wir das von Ordensschwestern geleitete 300 Betten-Krankenhaus in der abgelegenen 400 000 Seelen Siedlung von Shevgaon.170 Patienten und sind euphorisch erleichtert, dass sie nicht umsonst auf unsere Ankunft gehofft haben. Meist Kinder und Frauen, erwarteten sie uns schon dicht gedrängt im Innenhof des Hospitals. Viele alte Bekannte erkenne ich in der Menge. Seit acht Jahren sind wir jedes Jahr für zwei Wochen zu Gast bei den Schwestern hier und einige Patienten sind seit dem ersten Mal dabei!

Damals glich unser OP eher einer Dunkelkammer ohne größere medizinische Ausrüstung. Doch wie tadellos sind die Hauttransplantate auch aus dieser Zeit eingeheilt und schenken den Patientinnen seit Jahren Arbeitsfähigkeit und gesellschaftliche Akzeptanz!

Inzwischen haben wir den Operationssaal etwas ausbauen lassen und Dank kontinuierlicher Spenden aus Kreuznach wurden Lampen, Operationstische, elektrische Koagulation und ein Hautentnahmegerät angeschafft. Auf diese Weise können wir pro Einsatz anstatt 50 ca. 100 Menschen helfen.

Während unserer Abwesenheit leisten diese Geräte gute Dienste bei der täglichen Basisversorgung von Schwerstverbrannten. Und davon gibt es hier viele:

In den kleinsten Hütten oder unter den blauen Plastikplanen, unter denen die Zuckerrohrschnitter mit ihren Familien den Sommer über leben oder am staubigen Straßenrand neben den Kleiderbündeln der Obdachlosen: überall ist der Kerosinkanister mit dazugehörigem wackeligen Kochgestell zu finden. Zu schnell erreichbar für kurz unbeaufsichtigte Krabbelkinder oder erhitzte Gemüter, die sich selbst oder unliebsame Angehörige in Flammen aufgehen lassen möchten.

17 verbrennungsverletzten Kindern konnten wir dieses Mal ihre oft schon seit Jahren verkrüppelten Hände und Fingerchen wiederaufrichten. Für zwei Wochen müssen die Kleinen nach der Hauttransplantation im Krankenhaus bleiben, einige Verbandswechsel mitmachen und einen dicken Gips tragen. Doch freudiges Vertrauen und viel Mitgefühl im 12 Bettenzimmer helfen ihnen die Schmerzen und bösen Erinnerungen leichter zu ertragen.

12 Betten bedeutet, dass in diesem Raum vorübergehend ca. 35 Menschen leben. Jedes Kind braucht, um sich pflegen, versorgen und trösten zu lassen, Großeltern, Mutter oder kleine Geschwister, die in Hängematten unter den Betten schlafen.

Auch erwachsene Patienten kommen nie allein: zum Beispiel sind die aus Gründen, die wir nie erfahren werden, bis zur Unkenntlichkeit verbrannten jungen Frauen Tag und Nacht auf die Hilfe ihrer Familie angewiesen. Der Narbenzug der Brandwunden hat meist nicht nur das Kinn auf die Brust geschweißt, sondern auch Schultern, Ellenbeugen und Handgelenke verkrüppelt und jeden Bewegungsspielraum genommen. Nahrungsaufnahme oder Toilettengang sind seit dem Verbrennungsunglück nicht mehr ohne Hilfe möglich.

Dieses Jahr konnten wir 22 junge Frauen behandeln und so einer jeden wieder ein Stückchen Lebendigkeit zurückgeben. Bis zur völligen Funktionsfähigkeit wird es noch ein langer Weg sein.

Kalpana zum Beispiel kommt schon seit sechs Jahren jedes Frühjahr zur Operation, sodass wir nach und nach Hals, beide Schultern, Handgelenke, Ellenbeugen und Finger aufrichten konnten. Dieses Mal ächzt sie schon vor der Operation vor Schmerzen: ihr Mann hat ihr im Streit mit der Erntesichel einen tiefen Schnitt in die Flanke versetzt. Die äußere Wunde können wir säubern und versorgen, für die seelischen Wunden findet sie bei uns zumindest ein wenig Trost und Zuspruch.

Im Bett gegenüber liegt Sonali. Sie ist schon zum achten Mal bei uns. Leider hat sie schlechte Heilhaut, sodass wir schon einige schmerzhafte Wundinfektionen zusammen bewältigt haben. Doch dieses Jahr ist die verängstigte Schwerstverbrannte nicht wieder zu erkennen: über beide geflickten Wangen huscht ein glückliches Lächeln: wir sollen mal raten:…

oh nein….., sie muss doch mit der Lösung sofort herausplatzen: ja, sie ist verheiratet!!! Und was das für ein so gequältes und verlachtes Wesen wie unsere arme Sonali bedeutet, ist kaum zu ermessen. Jedenfalls gibt es dieses Mal für die Transplantate an Hals und Handgelenk keinerlei Heilungsstörung, und sie darf ausnahmsweise schon nach neun Tagen nachhause.

Im Nachbarzimmer liegt die 18jährige Aruna. Sie erscheint alt und ausgemergelt. Ihre Lippen sind durch Narbengewebe entstellt und die Mundöffnung ist seit einem Unfall in ihrer Kindheit bis auf ein winziges Löchlein zusammengeschrumpft. Wie sie sich ernährt, wissen wir ebenso wenig wie die genauen Umstände des Unglückes. Genauso wie die kleinen Kinder mit Lippenspalten hat sie gelernt, ihre Lippen zu verstecken und weint, wenn sie uns kurz unter ihren Schleier blicken lässt. Langsam, lange nach gelungener Operation, üben wir, nach und nach das schamhaft verhüllende Mundtuch wegzulassen und wieder zusammen mit anderen im großen Kreis lachend ihre Mahlzeiten einzunehmen.

Nach insgesamt 110 Operationen (viele angeborene Mißbildungen waren dieses Mal dabei) können wir beim großen Abschiedsfest auf einen mit mannigfaltiger Unterstützung gelungenen Einsatz zurückblicken.

Große Dankbarkeit bricht sich am letzten Abend in rührenden Gesten Bahn. Tränen auf beiden Seiten lassen in solch würdevollen Momenten der Menschlichkeit Schenkende und Beschenkte eins werden.

Eva Borsche

 

 

Interplast-Einsatz in Bolivien März 2018

Mittwoch, 26. September 2018

Am 15.3.2018 machte sich das 9 köpfige Team der Interplast Germany e.V. Sektion Bad Kreuznach auf den Weg nach Bolivien. Unter der Leitung von Dr. Katharina Kamm aus Lübeck mit ihren Kollegen sowie der Bad Kreuznacher OP-Schwester Katharina Sojka und Dr. Dirk Blaschke startete der Einsatz mit einer über 36 Stunden dauernden Anreise. Ihr Ziel, die kleine Stadt Riberalta im Norden Boliviens, mitten im Dschungel des Amazonasrandgebietes. Das in insgesamt 18 Koffern untergebrachte medizinische Equipement kam zum großen Teil erst Tage später am Einsatzort an. Lediglich 11 Koffer waren zu Beginn vor Ort. Auch unter diesen schwierigen Voraussetzungen ließ sich das Team nicht entmutigen, improvisierte und begann umgehend mit der Arbeit.

Eine junge Patientin freut sich über die Hilfe und einen mitgebrachten Teddy

Die hoffnungsvoll wartenden Patienten wurden mit Hilfe des örtlichen Chirurgen Huascar Suarez untersucht und gemeinsam entschieden, welche Operationen und medizinischen Versorgungen, während des zweiwöchigen Aufenthalts machbar sind. Wichtig bei dieser Entscheidungsfindung war auch die Sicherstellung einer adäquaten Nachversorgung durch den Kollegen vor Ort und seiner Möglichkeiten.

Um einer großen Anzahl von Patienten helfen zu können, arbeitete das Team an drei OP-Tischen bis spät in die tropischen Nächte.

In den folgenden 2 Wochen wurden insgesamt 120, teils hochkomplexe Operationen durchgeführt.

Das Alter der Patienten reichte von 3 Monaten bis 78 Jahren, wobei mehr als die Hälfte von Ihnen Kinder waren.

Es gelang viele Leistenbrüche, vergrößerte Schilddrüsen, Lippen- und Gaumenspalten chirurgisch zu versorgen. Auch Weichteiltumore, Verbrennungsfolgen sowie Fehlbildungen im Gesichts-, Hand- und Fußbereich konnten korrigiert werden.

 

 

 

Dr. Dirk Blaschke bereitet einen jungen Patienten auf seine Lippenspaltenoperation vor

Für Interplast war dies bereits der dritte Einsatz in der bolivianischen Kleinstadt. So konnten die Mediziner vor 2 Jahren bei einem damals 10 jährigen Mädchen für eine komplett zusammengewachsene Hand die Greiffunktion operativ herstellen. Inzwischen geht sie in die fünfte Klasse und gehört dort zu den besten Schülerinnen. So stellte sie sich dem diesjährigen Einsatzteam begeistert vor, um auch ihre zweite Hand funktionsfähig machen zu lassen. Es ist für sie eine einzigartige Chance, ihr Leben ohne Stigmata und selbstbestimmt leben zu können.

PD Dr. H.-C. Jacobson und Dr. Dirk Blaschke bereiten einen jungen Patienten auf seine Lippenspaltenoperation vor 

 

 

Dieses nachhaltige Beispiel, viele dankbare und glückliche Patienten und die großartige Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort macht diese ehrenamtliche und beschwerliche Arbeit bei den Ärmsten der Armen so sinnvoll und lässt das Team schon die nächsten Einsätze planen.

Dr. Dirk Blaschke

dirk-blaschke@gmx.de

0176/64359634

 

 

Die unglaubliche Geschichte von Hai aus Vietnam

Montag, 29. Januar 2018

Beim Interplast Einsatz in Vietnam sind im Krankenhaus in Hue Wartezimmer und Gänge voll mit Patienten: leuchtende, erwartungs-, auch angstvolle Augen, viele Kinder verschiedenen Alters dabei mit Lippenspalten, Verbrennungen und handchirurgischen Problemen, die auf unsere Hilfe warten. Okay, also an die Arbeit. Jeden Tag nach den Operationen ist das Wartezimmer wieder voll mit neuen Patienten, so voll wie der Op-Plan für die ganze Woche.

Doch eines Nachmittags halten wir alle kurz inne. Zuerst kaum zu bemerken kommt eine schlanke, dunkel gekleidete Gestalt auf uns zu, ein junger Mann, halb versteckt hinter seinem Vater, der einen Weg durch die Menge bahnt. Erst als der junge Mann direkt vor uns steht, können wir sein schrecklich entstelltes Gesicht sehen. Der junge Mann heißt Hai und ist 20 Jahre alt, sagt der Vater.

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Kreuznacher Hilfseinsatz in Tschetschenien

Montag, 29. Januar 2018

Aus Hilfsbedürftigen werden Partner: Herzliche Freundschaft mit tschetschenischen Ärzten

Das Band, das vor 10 Jahren durch Alex Jakob zwischen Bad Kreuznach und Grozny, der Hauptstadt der kaukasischen Sowjetrepublik Tschetschenien, geknüpft wurde, war damals primär als humanitäre Unterstützung geplant: einem durch zwei Kriege zerrüttetes Land, Menschen mit schweren Entstellungen ohne irgendeine medizinische Versorgung und Kindern, die durch Kriegswirren elternlos und entwurzelt waren, sollte unkompliziert Hilfe zuteilwerden. Diesen damals völlig ungewöhnlichen und mutigen Schritt eines Kreuznacher Bürgers haben die Tschetschenen nie vergessen.

Die 2006 und 2007 darauf folgenden medizinischen Einsätze unter entbehrungsreichen Umständen sind nicht nur den Beteiligten, sondern großen Teilen der Bevölkerung Groznys immer noch lebendig vor Augen. Auch bei unserem jetzt 4. Hilfseinsatz, der wieder von Tamara Naumann und Alexander Jacob aus Bad Kreuznach vorbereitet wurde, reisen wir auf einer Welle der Dankbarkeit. Trotz eines Generationswechsels in den Ministerien lassen sich die jetzigen Amtsinhaber immer wieder Berichte über das damalige Engagement von Alex Jakob erzählen und begrüßen seinen Sohn, Alexander Jakob wie einen Bruder. Auch „Andrej Boschsch“ wird von Alt und Jung gefeiert. Uns wurde klar, welch entscheidende Impulse die Kreuznacher Initiative damals für die medizinische Versorgung besonders der Kinder in Grozny gesetzt hatte.

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Einsatzbericht Interplast Santa Cruz, Bolivien Februar 2017

Mittwoch, 6. Dezember 2017

von Simone Böll

Woche 1: Koffer auf.

Zu meiner ersten Begegnung mit dem Interplast Team Sektion Bad Kreuznach kommt es vor dem Hospital ProSalud. Es ist der erste Tag des bereits siebten Interplast-Einsatzes in der einwohnerstärksten Stadt Boliviens, Santa Cruz de la Sierra. Mit von der Partie sind Horst Aschoff (Plastischer Chirurg), Bassam Saka (MKG-Chirurg), Frank Lehmann (Allgemeinchirurg), die Anästhesisten Gunther Kranert (Teamleiter), Kay Lipka und Jens Kraßler sowie die OP-Pflegerinnen Hanka Wurzer und Daniela Hanl.

Ich, Medizinstudentin im 10. Semester an der Medizinischen Universität Wien, hatte das Team über Recherche im Internet aus simultanem Interesse an rekonstruktiver Chirurgie und humanitär-medizinischen Einsätzen in Entwicklungsländern gefunden. Und plötzlich stehe ich da, inmitten von halbgeöffneten Koffern, gefüllt mit dem medizinischem Material für die nächsten Einsatzwochen und das Abenteuer beginnt. Neben ihren Koffern, so lerne ich schnell, hat unser Team eine Menge an Erfahrung in medizinischen Hilfseinsätzen über den Globus hinweg, sowie eine ordentliche Portion Motivation für den bevorstehenden Einsatz mitgebracht.

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Medizinische Hilfe durch INTERPLAST im Herzen Indiens

Montag, 20. März 2017

Medizinische Hilfe durch INTERPLAST im Herzen Indiens

Zum dritten Mal führte ein Bad Kreuznacher INTERPLAST-Einsatz in das 50.000 Seelenstädtchen Shevgaon im Bundesstaat Maharastra, einer Armenregion im Herzen Indiens. In den letzten 4 Monaten hatte Pater Prakash dort in 27 Dörfern die Kunde verbreitet, dass wieder ein deutsches Ärzteteam kommen wird, um den Bedürftigen und Ausgestoßenen zu helfen, die sonst keine Chance auf eine adäquate medizinische Versorgung hätten.

Mit kiloschweren Koffern, Kisten voll medizinischen Material und von Kindern gespendeten Kuscheltieren brachen der kreuznacher Teamleiter Dr. André Borsche, seine Frau Eva als Allgemeinärztin und ihre Tochter Mailin als angehende Chirurgin auf, um während ihres Urlaubs operative Hilfe zu leisten. Unterstützt wurden sie von den beiden Anästhesistinnen Dr. Gabi La Rosée und Dr. Elke Berkenbrink aus Essen und Marianne van Deest aus München als OP-Schwester.

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Ärzteteam von INTERPLAST hilft zwei Wochen in Peru

Montag, 15. August 2016

Wieder entsandte die Sektion Bad Kreuznach eine Delegation in die Welt:  Eine Interplast-Ärztegruppe unter Leitung von Dr. André Borsche operierte bedürftige Patienten in der Wüstenregion im Norden Perus, nicht weit von der Pazifikküste entfernt. Es war der zweite Einsatz in dem kleinen Städtchen Guadalupe auf Initiative von Ricardo Bueno und Stefan Pappert vom Verein PEP aus Trier.  Das Team wurde wieder von den Peruanern auf’s Herzlichste empfangen.

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Interplast – Einsatzbericht Riberalta, Bolivien vom 25.02. – 10.03.16

Dienstag, 19. Juli 2016

2014 fand der erste Interplast Einsatz in Riberalta, Bolivien statt. Unser Fazit damals war positiv und wir empfanden den Einsatzort als „…einen guten Ort, für einen weiteren Interplast-Einsatz….“ Trotzdem sahen wir auch Möglichkeiten der Verbesserung. Knapp zwei Jahre später kam die erneute Anfrage, ob ein Interplast-Team nach Riberalta reisen würde.

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Hilfe für syrischen Flüchtling Achmed

Samstag, 6. Februar 2016

Sektion Bad Kreuznach

Netzwerk der Hilfsbereitschaft für syrischen Flüchtling Achmed

Welch eine Odyssee hat der syrische Flüchtling Achmed hinter sich, bis ihm im Diakonie-Krankenhaus Bad Kreuznach geholfen werden konnte.
Ein Granatsplitter hatte ihm in seiner Heimatstadt Aleppo die rechte Gesichtshälfte zerfetzt, das Auge mußte entfernt werden und wurde durch eine Glasmurmel ersetzt. Aber er hatte immerhin mit seiner schweren Gesichtsverletzung überlebt und war seither auf der Suche nach einer plastisch-chirurgischen Hilfe, seine Entstellung etwas zu verbessern. Zunächst war er in die Türkei geflohen und wurde im Emel Hospital in Reyhanli versorgt. Es blieb ihm aber die Hoffnung, vielleicht in Deutschland noch spezilisiertere Hilfe zu erlangen.

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Zurück von einem medizinischen Hilfseinsatz an der syrischen Grenze

Donnerstag, 4. Februar 2016

Ausgelaugt und fertig erreicht der Plastische Chirurg Dr. André Borsche wieder den sicheren Boden der kreuznacher Heimat. Eine Woche hatte er in dem türkischen Grenzort Reyhanli syrische Flüchtlinge operativ behandelt. Zusammen mit einem Team von Ärzten aus Kuwait und Griechenland galt es in kurzer Zeit möglichst viele Verletzte zu versorgen und den syrischen Ärzte in die Techniken der Plastischen Chirurgie einzuweisen.

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