Interplast-Einsatz in Bolivien März 2018

Mittwoch, 26. September 2018

Am 15.3.2018 machte sich das 9 köpfige Team der Interplast Germany e.V. Sektion Bad Kreuznach auf den Weg nach Bolivien. Unter der Leitung von Dr. Katharina Kamm aus Lübeck mit ihren Kollegen sowie der Bad Kreuznacher OP-Schwester Katharina Sojka und Dr. Dirk Blaschke startete der Einsatz mit einer über 36 Stunden dauernden Anreise. Ihr Ziel, die kleine Stadt Riberalta im Norden Boliviens, mitten im Dschungel des Amazonasrandgebietes. Das in insgesamt 18 Koffern untergebrachte medizinische Equipement kam zum großen Teil erst Tage später am Einsatzort an. Lediglich 11 Koffer waren zu Beginn vor Ort. Auch unter diesen schwierigen Voraussetzungen ließ sich das Team nicht entmutigen, improvisierte und begann umgehend mit der Arbeit.

Eine junge Patientin freut sich über die Hilfe und einen mitgebrachten Teddy

Die hoffnungsvoll wartenden Patienten wurden mit Hilfe des örtlichen Chirurgen Huascar Suarez untersucht und gemeinsam entschieden, welche Operationen und medizinischen Versorgungen, während des zweiwöchigen Aufenthalts machbar sind. Wichtig bei dieser Entscheidungsfindung war auch die Sicherstellung einer adäquaten Nachversorgung durch den Kollegen vor Ort und seiner Möglichkeiten.

Um einer großen Anzahl von Patienten helfen zu können, arbeitete das Team an drei OP-Tischen bis spät in die tropischen Nächte.

In den folgenden 2 Wochen wurden insgesamt 120, teils hochkomplexe Operationen durchgeführt.

Das Alter der Patienten reichte von 3 Monaten bis 78 Jahren, wobei mehr als die Hälfte von Ihnen Kinder waren.

Es gelang viele Leistenbrüche, vergrößerte Schilddrüsen, Lippen- und Gaumenspalten chirurgisch zu versorgen. Auch Weichteiltumore, Verbrennungsfolgen sowie Fehlbildungen im Gesichts-, Hand- und Fußbereich konnten korrigiert werden.

 

 

 

Dr. Dirk Blaschke bereitet einen jungen Patienten auf seine Lippenspaltenoperation vor

Für Interplast war dies bereits der dritte Einsatz in der bolivianischen Kleinstadt. So konnten die Mediziner vor 2 Jahren bei einem damals 10 jährigen Mädchen für eine komplett zusammengewachsene Hand die Greiffunktion operativ herstellen. Inzwischen geht sie in die fünfte Klasse und gehört dort zu den besten Schülerinnen. So stellte sie sich dem diesjährigen Einsatzteam begeistert vor, um auch ihre zweite Hand funktionsfähig machen zu lassen. Es ist für sie eine einzigartige Chance, ihr Leben ohne Stigmata und selbstbestimmt leben zu können.

PD Dr. H.-C. Jacobson und Dr. Dirk Blaschke bereiten einen jungen Patienten auf seine Lippenspaltenoperation vor 

 

 

Dieses nachhaltige Beispiel, viele dankbare und glückliche Patienten und die großartige Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort macht diese ehrenamtliche und beschwerliche Arbeit bei den Ärmsten der Armen so sinnvoll und lässt das Team schon die nächsten Einsätze planen.

Dr. Dirk Blaschke

dirk-blaschke@gmx.de

0176/64359634

 

 

Abschlussberícht der Sektion Stuttgart-Münster über den gemeinsam mit der Sektion Südbayern durchgeführten Einsatz in Loikaw / Myanmar

Donnerstag, 7. Juni 2018

Wenn eine Sektion zum Ersteinsatz fährt, ist trotz akribischer Vorarbeit schwer abschätzbar, welche Herausforderungen auf ein Team vor Ort warten. Neben der Patientenklientel sind die Ausstattung der Klinik sowie das Personal, das sich postoperativ um die Patienten kümmert, schwer zu kalkulierende Variablen, von denen jedoch maßgeblich der Erfolg eines Einsatzes abhängen.

Die Vertreter der Sektionen Stuttgart-Münster und Südbayern standen eben dieser Ungewissheit gegenüber, als sie vom 19.02-01.03.2018 erstmals nach Loikaw reisten. Die Stadt liegt auf 1200m Höhe im Osten Myanmars an der Grenze nach Thailand.

Da dort viele Straßenverbindungen als unzulänglich gelten, war das Reisemittel der Wahl das Flugzeug. Einmal täglich gab es eine Flugverbindung dorthin. Wir landeten auf einem winzigen Flughafen mitten im Nirgendwo, umgeben von Steppe und malerischen Bergen. Werden überhaupt genügend Patienten hierher anreisen können, um die OP-Tage zu füllen?

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Sierra Leone – Interplasteinsatz vom 09.03. – 26.03. 2018 – Government Hospital Kenema

Freitag, 13. April 2018

Das Team (von li. n. re.) mit einheimischen Mitarbeitern:

Franziska Klein, OTA; Dr. Maya Amparo Forkel, plastische Chirurgin; Lahai, OP-Pfleger; Dr. Ute Terheggen,Unfallchirurgin-Orthopädin, Teamleitung; Emmanuel Lordbrahams, CHO; Marina Kurth, OP-Schwester;Dr. Ruth Kremers-Lueg, Anästhesistin; Francis, Sterilisationskraft; Birgit Ruh, Anästhesistin; Lumnije Tahiri, Anästhesieschwester; Yussuf, Anästhesiepfleger; Lena Eschbach, OTA; Josef, Reinigungskraft; Hans-Jürgen Arndt, Unfallchirurg-Orthopäde, Teamleitung (Mitte kniend)

Es war der 5. Interplasteinsatz in dem Regierungskrankenhaus in Kenema, im Osten Sierra Leones, diesmal mit einem von Frauen dominierten Team.

Von Brüssel kommend landeten wir am späten Nachmittag des 9. März auf dem Lungi -Airport nahe Freetown nach einem 7-stündigen Flug.

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Einsatzbericht Indien 27.01.-08.02.2018

Montag, 12. Februar 2018

INTERPLAST-Germany e.V. Sektion Vreden

Einsatzbericht Indien 27.01.-08.02.2018, Kailash Cancer Hospital&Research Center, Muni Seva Ashram, Goraj, Waghodia, Vadodara

Teilnehmer: MUDr.Pavol Stolfa, Ass.-Arzt Plastische Chirurgie; Dr.Arnulf Lehmköster, Plastischer Chirurg und Teamleiter

Indien gehört zu den Ländern, in denen Interplast-Germany über 10 Einsätze pro Jahr durchführt. Die Sektion Vreden war noch nie in Indien im Einsatz, sodass ich die Anfrage des Kailash Cancer Centers im Bundesland Gujarat, die mir über Andreas Nünning von Little Big World e.V., Vreden, die seit langem in der dortigen Region Projekte fördert, überbracht wurde, gern annahm. Allerdings vergingen knapp zwei Jahre, bis wir einen Einsatz dorthin zeitlich umsetzen konnten.

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Einsatzbericht Bengaluru 2018

Montag, 29. Januar 2018

Bengaluru (Indien) 13.1 – 27.1.2018

Der 17. Einsatz von Interplast-Germany in Bengaluru war sehr sorgfältig von den Mitgliedern der Friends Welfare Organisation (FWO) vorbereitet worden.

Unser Einsatz wurde schon Monate zuvor von der FWO über Presse und soziale Medien über die Stadtgrenzen hinaus angekündigt, sodass Patienten aus teilweise über 1000 km Entfernung angereist waren.

In diesem Jahr stand uns ein OP im Vagus Superspeciality Hospital unter der Leitung von Dr. Narayanaswami zur Verfügung. Die Ausstattung war für indische Verhältnisse gut und zweckmässig. Das uns teilweise vom letzten Jahr bekannte OP Personal war sehr kooperativ und hilfsbereit.

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