Hubertus & Marlene Tilkorn

das liebenswerte Ärztehepaar aus Münster, entschlossen sich nach der Pensionierung 10 Jahre lang ihr Leben ganz in den Dienst von Interplast zu stellen. Mit bis zu 6 Einsätzen pro Jahr waren sie ständig aktiv und sich für nichts zu schade und immer sofort präsent. Die großen Interplast Projekte in Brasilien und Nepal wurden von ihnen mitgetragen und unzählige weitere Einsatzorte in Afrika, Indien, Tschetschenien und Persien durch ihr Engagement geprägt. Lehren und geduldiges Assistieren im OP und ihr überzeugtes Handeln im Sinne christlicher Werte hatten Vorbildfunktion. Viele INTERPLASTler folgen noch heute ihren Spuren und dürfen sich über ihre Unterstützung freuen. Unzählige Menschen auf der ganzen Welt haben von ihrem humanitären Wirken profitiert und sind voll Dankbarkeit. Wir fühlen uns mit Hubertus und Marlene weiterhin herzlich verbunden und möchten dies auch durch die Ehrenmitgliedschaft zum Ausdruck bringen.


Greta Hesseling

 

 

die unermüdliche OP Schwester aus Holland ist bei INTERPLAST nicht weg zu denken. Seit über 30 Jahren fährt sie auf Einsätze in Afrika, Pakistan, Indien, Bangladesch, Tschetschenien und Jemen. Als Botschafterin von INTERPLAST Holland ist sie in internationalen Teams stets herzlich willkommen und bereichert jeden Einsatz mit ihrem enormen Fachwissen und pragmatischen Handeln. Als Autorin des „Camelbook“ hat sie für Pflegepersonal und Studenten eine kurzgefasste Praxisanleitung für Plastische Chirurgie geschaffen, so wie sie in den Entwicklungsländern benötigt wird. Greta versäumt kein Jahrestreffen und so ist es für uns eine große Freude, uns bei ihr für ihre Treue und Freundschaft mit der Ehrenmitgliedschaft zu bedanken. Mögen ihr noch viele schöne Jahre vergönnt sein, wir wünschen es ihr von Herzen !


 

Christa Drigalla

Interplast lebt durch das herausragende Engagement einzelner Persönlichkeiten, wie Christa Drigalla, die als leitende Schwester und Seele unseres Nepal-Krankenhauses sich 12 Jahre lang unermüdlich für die armen Menschen Nepals eingesetzt hat.

 

 


Donald Laub

Donald Laub hat den Stein ins Rollen gebracht: 1967 gründete er Interplast in den USA um plastisch chirurgische Operationen auch für Kinder in Entwicklungsländern zu ermöglichen.
Als Professor der Stanford University bei San Francisco, reiste er mir Kollegen nach Mittel- und Südamerika und leistete humanitäre Hilfe, wo immer er konnte.
Durch Operieren und Lehren handelte er nach der Devise:

“Es ist nicht unser Verdienst, in einer Welt des Wohlstandes und der optimalen medizinischen Versorgung geboren worden zu sein. Es ist nicht deren Schuld, mit einer Fehlbildung oder Verbrennungsfolgen in einem Entwicklungsland aufzuwachsen, in dem es für die Armen keine Möglichkeit der plastischen Chirurgie gibt.”

Seither hat diese Idee weltweit begeisterte Mitarbeiter gefunden.
Nach einem Einsatz mit Donald Laub 1979 in Ecuador gründete Gottfried Lemperle 1980 Interplast-Germany in Frankfurt.
Aber auch in Australien, England, Türkei, Italien, Holland und Frankreich wurde Interplast etabliert.
Zu den bedeutensten Eigenschaften von Donald Laub gehören seine unermüdliche Aktivität und seine Bescheidenheit. Er lehrt uns:
“Gib dem Menschen einen Fisch, und er hat heute etwas zu essen. Lehre ihn fischen, und er hat ein Leben lang zu essen.”
Als Gründer der Interplast-Idee überreichten wir ihm im Rahmen der Interplast Jahrestagung 2004 in Bad Kreuznach als Anerkennung und herzliches Dankeschön die Ehrenmitgliedschaft.

 

 


 

 

Helga Kopp

Helga Kopp war der Engel der Anfangsjahre von INTERPLAST -Germany. Sie lernte uns als Patientin im Markus-Krankenhaus Frankfurt kennen, war sofort von der Idee begeistert und bot spontan Ihre Mitarbeit an. Sie war bei der Gründungssitzung von INTERPLAST 1980 dabei, sie entwarf das Logo von INTERPLAST, die notwendigen Poster und Prospekte für erhoffte Spenden, organisierte die internen Strukturen, entwickelte die ansprechende Philosophie von INTERPLAST weiter, führte den immer größer werdenden Schriftwechsel, wurde Redakteurin der ersten INTERPLAST -Informations-Hefte von 1983 an, und wachte in ihrer zuverlässigen und gewissenhaften Art über die Finanzen, die Mitglieder- und Spenden-Kartei.

Sehr bald wurde dies ein ehrenamtlicher Ganztags-Job, den sie mit Bravour meisterte und vor allem uns mit allem Administrativen stark entlastete. Wir danken Frau Kopp, die als erste INTERPLAST- Sekretärin uns über 10 Jahre die Treue hielt, von ganzem Herzen für ihre aufopfernde Mitarbeit in der ersten Phase unseres Vereins. Alle Mitglieder der Anfangsjahre freuen sich mit ihr und ihrer Aufnahme als jüngstes Ehrenmitglied von INTERPLAST -Germany.

 


Uta Methfessel-Deb

Wir verabschieden uns in Trauer von Uta Methfessel-Debdie am 14. Dezember 2000 in Frankfurt verstorben ist. Zusammen mit ihrem Mann Bhanu Deb hat sie uns den Weg nach Indien bereitet. Ihr Lebenswerk war es, Hilfe für andere zu arrangieren und sich in Zusammenarbeit mit Mutter Teresa für die vielen armen Kinder in Indien einzusetzen.

Wir werden sie als Freundin, Künstlerin und großartigen Menschen stets in Erinnerung behalten.

“On the day when death will knock at thy door what will thou offer to him? Oh, I will set before my guest the full vessel of my life – I will never let him go with ernpty hands.”

Rabindranath Tagore

Dank ihrer Initiative und ihres unermüdlichen Engagements konnte unzähligen Patienten in Nordindien durch plastische Operationen geholfen werden. Alle Ärzte, Schwestern und Pfleger der INTERPLAST-Teams von Calcutta, Silchar, Burdwan, Guwahati, Barpeta, Gangtok, Namchi und Mizoram gedenken Uta Methfessel-Deb in Dankbarkeit.


Ortwin Joch

Wir möchten uns bei Dr. Joch für sein außerordentliches Engagement für die Flüchtlinge Afghanistans durch Vergabe der Ehrenmitgliedschaft ganz herzlich bedanken.

Unter Leitung von Dr. Ortwin Joch hat Interplast Germany 10 Jahre lang humanitäre Hilfe in den Flüchtlingslagern um Pesharwar und Jalalabad geleistet. 50 Operationsteams unterstützten die Arbeit von Dr. Joch.

70.578 Patienten wurden untersucht und über 7.800 operiert. Die EU Komission in Brüssel beendete das Projekt Jalalabad Ende 1999, obwohl bis zu 50 Patienten pro Tag das Interplast-Krankenhaus aufsuchten. Seitdem warten all die vielen Kinder in Ihrer Unschuldigkeit vergeblich auf operative Versorgung Ihrer Kriegsverletzungen, angeborenen Mißbildungen und Verbrennungsfolgen.

Sie warten vergeblich auf Bildung, Geborgenheit , Menschlichkeit und auf ein lebenswerters Leben.

“Insch Allah”


Waltraud Huck

Eine Sternstunde für Interplast-Germany war die Gründung des Fördervereins pro interplast Seligenstadt 1989 auf Initiative von Waltraud Huck. Die Mutter von zwei großen Kindern aus Seligenstadt lernte die Arbeit von Interplast-Germany durch Prof. Lemperle kennen und war so beindruckt, dass sie den Entschluß faßte, sich selber für die finanzielle Unterstützung von Interplast zu engagieren.

Dank Ihres unermüdlichen Einsatzes gelang ihr unter Mithilfe ihrer Familie und vieler Freunde der Aufbau eines großartigen Fördervereins für Interplast. Getragen von der Idee, durch die Spenden sinnvolle Hilfe zu vermitteln, war sie in den letzten 10 Jahren äußerst ertolgreich und hat sich als Vorsitzende von pro interplast immer wieder bis zur persönlichen Belastungsgrenze eingesetzt. Ein Schlüsselerlebflis war 1994 ihre Reise nach Kalkutta und das Treffen mit Mutter Teresa: Konfrontiert mit Armut und Elend sah sie die Chance und Glückseligkeit helfen zu können. So hat sie auch Kinder in ihre Familie aufgenommen und während Operationen in Deutschland betreut.

Der Vorstand von INTERPLAST-Germany möchte sich mit Vergabe der Ehrenmitgliedschaft ganz herzlich für ihre Verdienste zum Wohle unzähliger Patienten bedanken


Rémy Zilliox

Große Ideen werden von Idealisten entwickelt, die voller Esprit und Tatendrang die Welt verändern und die Menschen mitreißen. So war es ein besonderer Glücksfall, dass auf Initiative von Gottfried Lemperle Docteur Rémy Zilliox aus Lyon als Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft INTERPLAST kennenlernte und zusammen mit André Borsche 1992 seinen ersten Einsatz in Guinea/Westafrika erlebte. Dieses prägende Schlüssel-Erlebnis hat seither beide nicht mehr losgelassen.

Der Lebenslauf von Rémy Zilliox liest sich wie ein Geschichtsbuch, das exemplarisch für das Zusammenwachsen von 2 ehemals verfeindeten Nationen steht, getragen von der Überzeugung im gegenseitigen Austausch und Kennenlernen etwas besonderes zu schaffen: Freundschaft und Toleranz, um dann gemeinsam aufzubrechen, auch in anderen Ländern durch humanitäres Engagement etwas zu verändern. Und so wundert es nicht, das Deutschland und Frankreich zum Vorreiter für wichtige Hilfsprojekte in Afrika und Indien wurden. In Zusammenarbeit mit Mutter Teresa in Calcutta konnten Zilliox und Borsche unzähligen bedürftigen Patienten helfen, die sonst keine Chance auf eine plastisch-chirurgische Hilfe gehabt hätten. Rémy Zillioy gründet mit Freunden INTERPLAST-France und organisiert als Präsident das erste europäische INTERPLAST Symposium in Dijon.

Seit dem Jahr 2001 ist er auch Mitinitiator des jährlichen INTERPLAST-Symposiums in Bad Kreuznach und seine lebendigen Berichterstattungen über die französischen Aktivitäten in Afrika, Indien und Irak faszinieren uns immer wieder. Als Verbrennungsspezialist bringt er wichtige, manchmal auch sehr provokativ formulierte Ideen zur Sprache, denen es nie an Geistesblitz und Selbstironie fehlt. So lernten wir erstmals von ihm über das Buruli Ulcus in Afrika und entwickelten Visonen, wie ein INTERPLAST-Europa aussehen könnte. Noch heute berät er als Fachreferent die WHO in Genf in puncto Wiederherstellungschirurgie und arbeitet inzwischen verstärkt mit Médecins Sans Frontières MSF Frankreich zusammen.

Auf seine Initiative hin wurde 2006 ein Kooperationsvertrag zwischen INTEPLAST-Germany und France mit der weltweit agierenden Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ in Paris unterzeichnet. Wir möchten Rémy Zilliox für sein großartiges Engagement, seine Freundschaft und seinen bewundernswerten Idealismus mit der Ehrenmitgliedschaft von INTERPLAST würdigen.

 

 


Werner und Gretel Widmaier

INTERPLAST trauert um sein Ehrenmitglied Werner Widmaier, der im Alter von 85 Jahren am 08.Dezember 2008 verstorben ist. Er war ein großes Vorbild der INTERPLAST-Idee in Deutschland und hat mit seiner Sektion Stuttgart und der ganzen Familie 35 medizinische Einsätze in Ländern der dritten Welt realisiert. Seit seiner Pensionierung als Chefarzt begann für Prof. Dr. Dr. Werner Widmaier als Plastischer Chirurg und Mund-Kiefer-Gesichtschirurg ein neuer segensreicher Lebensabschnitt, den er zusammen mit seiner Frau Gretel den armen Menschen in den Entwicklungsländern widmete.

Seit 1988 hatten sie gemeinsam regelmäßig Einsätze nach Tansania, Kamerun, Indonesien und Brasilien organisiert und durchgeführt. 1993 wurde nach ihren Plänen ein eigenes Krankenhaus in Coroatá gebaut, um eine kontinuierliche plastisch-chirurgische Versorgung in dieser Armenregion in Brasilien zu ermöglichen. Dank eines großen Spendenechos konnten sie sämtliche Projekte selber finanzieren. Wir haben einen bedeutenden Arzt, Freund und Meister verloren, wollen gerne sein Werk auch in Zukunft in seinem Sinne weiterführen.


Gottfried Lemperle

Ein Herzliches Dankeschön an Gottfried Lemperle, der die Interplast-Idee aus den USA nach Deutschland gebracht hat und mit der Gründung unseres Vereins 1980 in Frankurt den Grundstein für INTERPLAST-Germany legte.

So ist Gottfreid Lemperle nicht nur geistiger Vater vieler Interplast-Aktivisten, sondern bis heute noch als Plastischer Chirurg ein unermüdlicher Motor unzähliger Einsätze.

Ob in Afrika oder Asien, er scheute keinerlei Anstrengungen, um möglichst vielen Patienten selber helfen zu können. Mit immer wieder neuen Ideen und Dank seiner großen Kontaktfreudigkeit hat er viele Menschen im In- und Ausland für Interplast begeistern können. Dabei war sine persönliche Ausstrahlung stets Anstoß für neue Unterstützung, so dass er sich unerschrocken weiteren Zielen widmen konnte. In den letzten Jahren konzentrierten sich seine Aktivitäten auf den Aufbau des Interplast-Hospitals in Nepal.

Durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft möchten wir ihm unsere besondere Anerkennung aussprechen.