Interplasteinsatz Sittwe Sektion München, vom 18.02. bis 03.03.2017

Sonntag, 11. Juni 2017

 

 

Einsatzstatistik
In der Zeit vom 18. Februar bis 03. März 2017 fand in Sittwe, Myanmar, ein Einsatz von Interplast Germany, Sektion München statt. Interplast München versorgt seit 20 Jahren durch regelmäßige Einsätze in Myanmar Patienten. Auf diese Art und Weise wurden bislang knapp 6000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene behandelt.

Das diesjährige Team, bestehend aus drei Fachärzten für Plastische Chirurgie und einem Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, drei Anästhesisten, einer OP-Schwester und einem Anästhesie-Pfleger sowie einem Medizinstudenten versorgte im genannten Zeitraum 107 Patienten in 112 Operationen.
Da sich die Arbeit von Interplast vornehmlich aus Spenden finanziert, werden bevorzugt Kinder und Jugendliche behandelt. Dies spiegelt sich entsprechend in der Altersverteilung der behandelten Patienten wider.
Der durchschnittliche behandelte Patient war nur 10,8 Jahre alt! Mehr als ein Drittel der Patienten war jünger als fünf Jahre, wobei der jüngste Patient nur 7 Monate alt war.


Die Geschlechterverteilung kann der folgenden Grafik entnommen werden. Insgesamt wurden 46 weibliche und 61 männliche Patienten behandelt:
Ein Schwerpunkt der operativen Tätigkeit liegt in der Behandlung von Mund-Kiefer-Gaumenspalten (CP / CLP / CL), Narbenkontrakturen nach Verbrennungen (burn contracture) sowie diversen Tumoren.
Bedenken muss man hierbei, dass die obere Grafik lediglich die im Rahmen des Einsatzes gestellten Diagnosen repräsentiert. Die Versorgung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (CLP) in einer operativen Sitzung stellt hierbei die Ausnahme dar und es kann somit nicht geschlussfolgert werden, dass dies auch der häufigste operative Eingriff war, da das Vorgehen in diesen Fällen den initialen Verschluss der Lippenspalte(n) vorsieht (CL) und in einer (meist im darauffolgenden Jahr) Operation die Versorgung der Gaumenspalte (CP).

Somit war die am häufigste vorgenommene Operation der Verschluss von Lippenspalten, gefolgt von der Versorgung von Narbenkontrakturen. Unter dem Oberbegriff „other congenital diagnosis“ wurden hauptsächlich die Diagnose Klumpfuß und Klumphände, sowie Syndaktylien zusammengefasst. Auch wenn sie im Bereich der Diagnosen mit einer Anzahl von drei einen geringen Anteil annehmen, waren die Operationen der Neurofibromatosen (NF) besonders aufwändig, nicht nur was die Operationszeit angeht, sondern auch die chirurgischen Fertigkeiten des Operateurs. Hierzu in einer späteren Grafik mehr.
Wie eingangs erwähnt wurden vornehmlich Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Narbenkontrakturen nach Verbrennungen versorgt. Dies ist auch dem prozentualen Vergleich zu entnehmen (absolute Zahlen kleiner untenstehend):
Trotz der großen Anzahl an Lippen-Kiefer-Gaumenspalten wurden nur sechs Patienten sowohl Lippe als auch Gaumen in einer Operation verschlossen. Der alleinige Lippenverschluss sticht hier mit 43 Eingriffen deutlich hervor. Ein alleiniger Gaumenverschluss- meist als Folgeoperation des im vorigen Jahr erfolgten Lippenverschlusses – erfolgte 17-mal.

Entsprechend der Komplexität der Eingriffe ergeben sich auch die Operationszeiten. Die Länge der häufigsten Operationen im Mittel:
Insgesamt wurden an den acht OP-Tagen in Sittwe an den drei Tischen 146,7 Stunden (8800 Minuten) operiert. Das entspricht durchschnittlich 18,3 Stunden (1100 Minuten) täglich!

Da sich die Arbeit von Interplast vornehmlich aus Spenden finanziert, werden bevorzugt Kinder und Jugendliche behandelt. Dies spiegelt sich entsprechend in der Altersverteilung der behandelten Patienten wider.

Der durchschnittliche behandelte Patient war nur 10,8 Jahre alt! Mehr als ein Drittel der Patienten war jünger als fünf Jahre, wobei der jüngste Patient nur 7 Monate alt war.
Die Geschlechterverteilung kann der folgenden Grafik entnommen werden. Insgesamt wurden 46 weibliche und 61 männliche Patienten behandelt:

Ein Schwerpunkt der operativen Tätigkeit liegt in der Behandlung von Mund-Kiefer-Gaumenspalten (CP / CLP / CL), Narbenkontrakturen nach Verbrennungen (burn contracture) sowie diversen Tumoren.

 

 

Bedenken muss man hierbei, dass die obere Grafik lediglich die im Rahmen des Einsatzes gestellten Diagnosen repräsentiert. Die Versorgung einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte (CLP) in einer operativen Sitzung stellt hierbei die Ausnahme dar und es kann somit nicht geschlussfolgert werden, dass dies auch der häufigste operative Eingriff war, da das Vorgehen in diesen Fällen den initialen Verschluss der Lippenspalte(n) vorsieht (CL) und in einer (meist im darauffolgenden Jahr) Operation die Versorgung der Gaumenspalte (CP).

Somit war die am häufigste vorgenommene Operation der Verschluss von Lippenspalten, gefolgt von der Versorgung von Narbenkontrakturen. Unter dem Oberbegriff „other congenital diagnosis“ wurden hauptsächlich die Diagnose Klumpfuß und Klumphände, sowie Syndaktylien zusammengefasst. Auch wenn sie im Bereich der Diagnosen mit einer Anzahl von drei einen geringen Anteil annehmen, waren die Operationen der Neurofibromatosen (NF) besonders aufwändig, nicht nur was die Operationszeit angeht, sondern auch die chirurgischen Fertigkeiten des Operateurs. Hierzu in einer späteren Grafik mehr.
Wie eingangs erwähnt wurden vornehmlich Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und Narbenkontrakturen nach Verbrennungen versorgt. Dies ist auch dem prozentualen Vergleich zu entnehmen (absolute Zahlen kleiner untenstehend):


Trotz der großen Anzahl an Lippen-Kiefer-Gaumenspalten wurden nur sechs Patienten sowohl Lippe als auch Gaumen in einer Operation verschlossen. Der alleinige Lippenverschluss sticht hier mit 43 Eingriffen deutlich hervor. Ein alleiniger Gaumenverschluss- meist als Folgeoperation des im vorigen Jahr erfolgten Lippenverschlusses – erfolgte 17-mal.

Entsprechend der Komplexität der Eingriffe ergeben sich auch die Operationszeiten. Die Länge der häufigsten Operationen im Mittel:
Insgesamt wurden an den acht OP-Tagen in Sittwe an den drei Tischen 146,7 Stunden (8800 Minuten) operiert. Das entspricht durchschnittlich 18,3 Stunden (1100 Minuten) täglich!

Insgesamt wurden an den acht OP-Tagen in Sittwe an den drei Tischen 146,7 Stunden (8800 Minuten) operiert. Das entspricht durchschnittlich 18,3 Stunden (1100 Minuten) täglich!

Somit operierte jeder Chirurg im Durchschnitt 6 Stunden (366,7 Minuten). Die Zeiten für Ein- bzw. Ausleitung der Narkose, erneutes Aufbereiten des Operationstisches und Patienten Ein- bzw. Ausschleusung sind hier nicht mit einberechnet.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über den gesamten Einsatz. Hier wird nochmals in die einzelnen vorgenommenen Eingriffe unterteilt.

Die Operationsmethode FTSG („full thikness skin graft“) ist hierbei eine eigene Kategorie und wurde nicht unter Rekonstruktionen gelistet, da bei dieser anspruchsvollen Methode gute Ergebnisse in allen Fällen beobachtet werden konnten und dies gesondert herausgehoben werden soll; ebenso verhält es sich mit den bilateralen Lippenspalten.