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Im Frühjahr des Jahres 2005 haben wir zum 12. Mal einen Operationseinsatz für Interplast Germany in San Carlos City / Pangasinan / Philippinen durchgeführt.
Parallel zum Einsatz, von dem ich hier berichte, fand der bereits in den vergangenen Jahren geplante Folgeeinsatz in Puerto Princesa City auf der Insel Palawan statt.
Die Kosten beider Einsätze wurden – wie schon seit vielen Jahren - aus Mitteln des gemeinnützigen Vereines Pro- Interplast- Seligenstadt getragen. Herzlichen Dank an die Vereinsvorsitzende Frau Waltraud Huck und Ihre Mitarbeiter für Ihren professionellen, unermüdlichen und extrem engagierten Einsatz zugunsten unserer Arbeit.
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Die überwältigende Nachfrage insbesondere in Puerto Princesa City hat uns in der Entscheidung bestätigt, das Programm dort wieder aufzunehmen. Nachdem das ursprünglich als Einsatzort vorgesehene „WESCOM- Hospital“ – wie schon 2004 - erneut kurz vor dem Einsatz absagen musste, hat das Team seine Arbeit letztlich im „ Palawan Provincial Hospital“ durchgeführt. Wenn auch Akzeptanz und Unterstützung des Teams in diesem Hospital aufgrund von Umständen, die von unserem Einsatz unabhängig sind ( u .a. Trägerwechsel des Hauses kurz zuvor, Uneinigkeit zwischen Management und Belegschaft ) nicht gross war, konnte letztlich ein überaus erfolgreicher Einsatz durchgeführt werden.
Die hohe Wertschätzung der Arbeit von Interplast Germany in Palawan wurde direkt im Anschluss an den Einsatz vom Bürgermeister von Puerto Princesa City vor 9.000 Zuschauern im „Coliseum“ durch die Auszeichnung unseres Vereins mit dem „Mayors- Award 2005“ aus Anlass des „foundation day“ ( Gründungsjubiläum der Stadt Puerto Princesa City ) bewiesen.
Über den Einsatz in Palawan, bei dem über 70 Patienten versorgt wurden, wird Dr. Astrid Krönchen - Teamleiterin des Puerto- Princesa- Teams - gesondert berichten.
Das Interplast- Programm läuft in San Carlos City kontinuierlich seit nunmehr 12 Jahren. Schwerpunkt war immer die Versorgung von Patienten mit Lippen- Kiefer- Gaumen- Spalten. Insgesamt wurden allein hier bereits mehr als 1100 Patienten mit diesem Krankheitsbild versorgt.
Teammitglieder des diesjährigen Einsatzes waren:
- Dr. med Christian Löhlein ( Anästhesist , Teamleiter)
- Dr. med. Benoit De Codier( Plastischer Chirurg)
- Dr. med. Frank de Wolf (Kieferchirurg )
- Frau Annie Gansbeke ( Op- Schwester )
- Frau Gordan Kaposi ( Anästhesieschwester)
- Frau Josphine F. Vinluan ( Kinderkrankenschwester, Intensivschwester) (Aufwachraumbertreuung)
Bei dem – von unseren lokalen Partnern hervorragend vorbereiteten – Screening am ersten Vormittag sahen wir insgesamt 98 Patienten aus allen Teilen der sehr weitläufigen Provinz Pangasinan.
Trotz unseres kontinuierlichen Hilfsangebotes in dieser Region tauchen immer noch unversorgte Spaltträger in jugendlichem oder auch Erwachsenenalter auf, wenn auch der Altersschwerpunkt mittlerweile im Kleinkindesalter liegt.
Der Ablauf der Interplast- Einsätze in San Carlos City profitiert mittlerweile wirklich von der grossen Erfahrung, die alle Beteiligten mittlerweile haben sammeln können. Problematische Situationen bei einzelnen Patienten werden häufig schon im Vorfeld von unseren lokalen Partnern erkannt und eventuell notwendige Massnahmen (z. B. eine kardiologische Abklärung bei begründetem Verdacht auf ein Vitium Cordis, antibiotische Vorbehandlung bei den sehr häufigen Infekten der Luftwege, eine eventuell notwendige Atemtherapie) eingeleitet oder zumindest vorbereitet. Dadurch werden gravierende Störungen des Ablaufes mit relativer Sicherheit vermieden – wenn auch der Reiz des Neuen, für die Teammitglieder naturgemäss nicht mehr im Vordergrund steht.
Insgesamt wurden in diesem Jahr im Rahmen unseres Einsatzes 73 Patienten versorgt. Ein Ende des Bedarfes an dieser Arbeit ist derzeit nicht absehbar. Wieder mussten etliche Patienten auf das nächste Jahr vertröstet werden.
Zusammenfassend blicken wir auf einen Einsatz zurück, den alle Teammitglieder und sicher auch unsere lokalen Partner als sinnvoll, erfolgreich und frei von gravierenden Problemen erlebt haben.
Unsere nächsten Einsätze in Pangasinan und in Palawan sind daher bereits jetzt konkret in der Planung.
Bedenkt man, dass wir nur einige wenige von mehr als 30 Provinzen abdecken, wird deutlich, wie immens gross der Bedarf dieser Art von Chirurgie im ganzen Lande ist.
Aus mehrenden anderen Provinzen gibt es interessierte Nachfragen. Da die laufenden Projekte sichtbar in ihrer Effizienz von der etablierten Zusammenarbeit profitieren, wäre es jedoch meiner Ansicht nach zumindest derzeit nicht vertretbar, einen von beiden zugunsten eines weiteren aufzugeben.
Sollten sich an einer anderen Einsatzstelle konkrete Einsatzpläne abzeichnen, würde ich daher in dieser Sache mit dem Vorstand von Interplast Kontakt aufnehmen, da dann die eigene Kapazität sicher überschritten wäre.
Christian Löhlein
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