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Chirurgisches Team
- Dr. M. Schwarz Freiburg
- Dr. H. Berenskoetter Freiburg
- Dr. R. Ahlers Wiesbaden
- C.Engstfeld Freiburg
Team Anaesthesie
- Dr. Dirk Dunkelberg Baden-Baden
- Gerhard Klug Baden-Baden
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Team : M.Schwarz R. Ahlers H. Berenskötter D. Dunkelberg Ch. Engstfeld G. Klug |
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Auch hier hatten Nuri Alamuti und sein Freund Jacob Roy (siehe EinsatzKerala/Calicut 04/2004) die Vorarbeit geleistet und Kontakte geknüpft. Der lokale Ansprechpartner vor Ort war Dr. J.A. Jayalal.
Das erste Screening wurde durch die Ärzte der Rotarier lokal vor Ort durchgeführt. Die erste und letztendlich einzige Schwierigkeit waren die Gewichtsbeschränkung auf 35 Kg/Person und die ungünstige Flugzeit mit Aufenthalt nächtens 3Uhr bis 10 Uhr in Bombay.
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Kleiner Junge mit sternomentaler Kontraktur und Zustand nach Spalthaut-transplantation sowie dann nach der Vollhauttransplantation durch uns . Unten eine typische Verbrennung mit Evertieren der feuchten Mundschleimhaut und Unmöglichkeit des dichten Lippenschlusses. |
Unmittelbar nach der Ankunft und Empfang durch die ansässigen Rotarier in Trivandrum wurden wir nach 30 Stunden Reisezeit zum Patientenscreening durchgereicht. Die Meeting hall der Rotarier ist restlos mit etwa 120 Patienten und deren Angehörigen überfüllt. Zwei Kabinen sind von der Bühne in der Halle abgetrennt, die Patienten warten bereits seit 2 Uhr Nachmittags geduldig und erwartungsvoll.
Dr. Jayalal hat für jeden Patienten eine Akte vorbereitet, diesbezüglich sind die Bedingungen ideal. Was wir sehen sind hauptsächlich hübsche junge Frauen mit hässlichen Verbrennungen und Keloiden im Gesicht/Hals und Oberkörper. Angespornt durch die gute administrative Vorarbeit erstellen wir noch in der Nacht einen OP-Plan für die kommenden 2 Wochen. Hier kam die reichhaltige Erfahrung Ruths im Ablauf von Einsätzen zum tragen.
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Alle Chirurgen im Einsatz, Ruth Ahlers bei einer Lippenmodellierung, Helmut Berenskoetter bei der Arthrolyse am Ellenbogen und Martin Schwarz bei der Entnahme des N. Suralis zur Transplantation. |
Am Montag dann die Überraschung, ein gemäß deutschen Gewohnheiten völlig unbrauchbares Narkosegerät mit porösen Schläuchen und antikem Aether-verdampfer. Hier hat unser Anaesthesie-team (Dr. Gerd und Dr. Dirk) innerhalb des morgens erfinderisch mit Isolierband und Silikonschläuchen ein Kuhnsystem brauchbar zusammengebastelt. Die anfangs bestöhnte anaesthesiologische Frachtbelastung zahlte sich aus.
Die schwersten Fälle wurden in den ersten Tagen oft gleichzeitig von allen drei Chirurgen an verschiedenen Eingriffstellen operiert. Frau Engstfeld glich Vishnu mit seinen 4 Armen. Trotzdem fanden wir auch hier Grenzen des Machbaren, einige Hände waren so verstümmelt, das allenfalls eine rudimentäre Greifzange gebildet werden konnte.
In der ersten Woche standen wir unter strenger Beobachtung der örtlichen Honoratioren. Wir bekamen Besuch des ortsansässigen Plastischen Chirurgen und weiterer Chirurgen. Diese waren sehr freundlich, aber beobachtend. Insbesondere unser senior Dr. Helmut konnte mit seiner unkomplizierten Umgangsform überzeugen. Dr.Jayalal erzählte später, dass es in der Planungsphase offensichtlich auch Gegenstimmen zum Einsatz eines ausländischen OP-teams gab.
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| Massives Ektropion nach Verätzung und Vollhauttransplantation |
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In der zweiten Woche hatten wir unser Können unter Beweis gestellt, und waren dann so begehrt, dass wir in weiteren Krankenhäusern hätten operieren sollen. Dies war logistisch nicht machbar, und eine diplomatische Gratwanderung von Dr. Jayalal und Dr. Schwarz.
In den zehn Tagen führten wir 92 Operationen an 60 Patienten durch. Die Mehrzahl waren Verbrennungen und deren Folgen an jungen Frauen (Dowry violence). LKG waren es nur 2 primäre und 4 Re-Eingriffe am Gaumen. Recht häufig Syndactylien aber auch eine primäre Ulnaris Transplantation mit N. Suralis bei posttraumatischem Defekt und 2 Vor-OPs. Die Unterstützung des Personals und der ansässigen Ärzte war vorbildlich, sodass wir einen weiteren Einsatz an gleicher Stelle schon besprochen haben. Die Aufnahme durch unsere Gastgeber (jeden Abend ein anderer) ermöglichte trotz eines arbeitsreichen Tages noch viel über die Kultur und das Tagesleben kennenzulernen.
Nach zweiwöchigem permanentem Zusammensein in offener, harmonischer Athmosphäre fiel der Abschied allen in der Gruppe um so schwerer.
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Syndactylie |
Beurteilung:
Die Arbeitsbedingungen waren für die Verhältnisse optimal, das Team hochmotiviert, die organisierenden Rotarier übermotiviert.
Als einziger Abstrich wünschten wir uns etwas Freiheit am Abend und weniger social programm. Herzlichen Dank an Nuri Alamuti und Interplast sowie Pro-interplast für all die Unterstützung und Vorarbeit.
Martin Schwarz
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Glücklicher Patient und Chirurg
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Dr. Jayalal, der lokale Organisator als Gastgeber mit Familie und die gesamte Mannschaft |
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