Einsatzbericht Mindanao und Bohol / Philippinen 19.11.- 6.12.

Im Herbst 2004 haben wir wiederum zwei aufeinander folgende Einsätze auf den Philippinen durchführen können. Beide Einsätze hatten Cagayan de Oro auf Mindanao zum Ziel und wurden vorbereitet und organisiert in Zusammenarbeit mit unseren Partnern im dortigen German Hospital.

Die sich seit vier Jahren entwickelnde Symbiose - die kompetente medizinische Vor- und Nachsorge ( inklusíve Patientenauswahl und organisatorische Begleitung unserer Einsätze dort) durch das German Hospital einerseits und unser chirurgischer Service auf der anderen Seite bietet einen verlässlichen und kalkulierbaren Rahmen und erlaubt uns dort erfreulich effektiv zu agieren.

Über den ersten Einsatz im November 2004 hat Herr Hermes bereits berichtet, beide Einsätze haben wieder in Cagayan de Oro begonnen, die zweite Woche haben wir wiederum mit Unterstützung des Personals aus dem German Hospital in einem Distrikthospital verbracht.

Beide Teams haben sich noch am 21.11.04 in Cagayan getroffen, auch um das Equipment zu übergeben und die weitere Betreuung einzelner Patienten zu besprechen.

Das „zweite Team“ bestand aus:

den OP-Schwestern Heike [Heidi] Schneider (Saalfeld) und
Malanie Wolf (Lübeck),
den Anaesthesisten Frederike Reichstein (Erfurt) und Hartmut Ocker (Lübeck)
und den Chirurgen Bassam Saka (Rostock),
André Bischay (Saalfeld) und
Peter Sieg (Lübeck)

Wir haben vom 21.11. – 2.12. in Cagayan de Oro zugebracht, sind in der Nacht zum 3.12.04 per Fähre von dort auf die Insel Bohol gefahren und waren dann noch drei Tage, vom 3.-6. 12. in einem Distrikthospital in Carmen auf Bohol tätig.

Das Spektrum der zu behandelnden Patienten entsprach unseren Erfahrungen aus den Vorjahren. Wiederum waren Strumektomien fester Bestandteil unseres täglichen OP-Planes, bedingt durch die erhebliche Zahl insbesondere jüngerer Frauen, die unter euthyreoten Strumen z.T. erheblichen Ausmaßes leiden und möglich durch die internistische Vor- und Nachsorge durch die Mitarbeiter des German Hospitals bzw. des Komitees „Ärzte für die Dritte Welt“. Wir haben bei diesem Einsatz überdurchschnittlich viele seltene Spaltbildungen des Gesichtes gesehen und behandeln können und wiederum einige extreme Befunde angetragen bekommen (Abb. 1 und 2). Das Arrangement in Cagayan erlaubt uns, einzelne Patienten über mehrere Einsätze hinweg nachzusorgen und ggf. mehrfach chirurgisch zu behandeln.

Ich glaube im Namen aller Mitglieder beider Teams sagen zu können, dass wir dankbar für und auch ein bisschen stolz auf die Zusammenarbeit mit dem German Hospital in Cagayan de Oro sind, die wir erhalten und pflegen wollen.

Peter Sieg

 

 

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Einsatzberichte 2009

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