Einsätze der Sektion Vreden in Eritrea und Nepal 25.04. - 10.05.03 und 20.11. - 05.12.03

Eritrea 25.04. - 10.05.03 :

Vom 25.04. - 10.05.03 fand der dritte Eritrea-Einsatz der Vredener INTERPLAST-Sektion statt, Teilnehmer: Dr.med. A. Lehmköster, Adrian Wiethoff (Assistenzarzt). Das "Strickmuster" des Einsatzes ähnelte denen der ersten Einsätze: Eine Woche haben wir wieder "Veteranen" - Durchschnittsalter: 25 Jahre - des langen Krieges zwischen Äthiopien und Eritrea operiert, Soldaten mit Rückenmarksverletzungen und Querschnittslähmungen, die sich Druck-Liege-Geschwüre zugezogen haben. 12 sogenannte Muskellappenplastiken im Beckenbereich wurden durchgeführt, wieder unter aktiver Beteiligung des einheimischen Personals. Dr. Haile, uns von den früheren Aufenthalten bestens bekannter Orthopäde und sein Assistent Seration operierten mit. Im Camp der Ex-Fighters sahen wir zahlreiche, von uns vor Jahren operierter, alle ohne erneute Druckgeschwüre.

Angehörige der Eritrean War Disabled Fighters Association kümmerten sich um uns, gestalteten am 1. Mai eine Fahrt über Land mit zahlreichen tiefen Eindrücken. Überschattet wurde die Woche vom Mord am 1. Vorsitzenden der Disabled Associtation.

In dieser ersten Woche sahen wir auch die Kinder, die es in der zweiten Woche zu operieren galt: Kinder mit extremen narbigen Verziehungen an Händen nach Verbrennungen, Kinder mit großen offenen Wunden, Patienten, die zur Operation von Tumoren, etc. anstanden. Während wir in der ersten Woche im großen staatlichen Krankenhaus der Hauptstand von Eritrea, Asmara, operierten, arbeiteten wir in der zweiten Woche in einem von einer deutschen Stiftung errichteten Kinder-Op.-Zentrum, in der sogar Operationen am offenen Herzen durchgeführt werden können.

12 Muskellappen-Patienten wurden von uns operiert, 30 Kinder in der zweiten Woche. Ihnen konnten so Transport und Aufenthalt in Deutschland erspart werden. Die Zusammenarbeit mit Kollegen des Hammer Forums in Eritrea klappte wieder ausgezeichnet. Durch unsere Vermittlung konnten 2 eritreische Jungen mit schwerwiegenden Störungen an den ableitenden Harnwegen, die im Land vergeblich voroperiert worden waren, nach Deutschland mitgenommen werden.

Den freien Samstag während unseres zweiwöchigen Aufenthaltes verbrachten wir, wie in den Einsätzen zuvor, wieder mit den Kollegen des Hammer Forums zusammen am Roten Meer: Schnorcheln vor einer der der eritreischen Küste vorgelagerten kleinen Inseln, beeindruckt immer wieder!

Gastfreundschaft und Dankbarkeit in Eritrea sind groß; immer wieder wurden wir zum Essen eingeladen, zu Kaffee-Zeremonien - bei der der rohe Kaffee über offenem Feuer zuerst geröstet, dann zerstoßen und zu herrlichem "Espresso" aufgegossen wird.

Dr. Haile, unsere ärztliche Bezugsperson, erhielt am Ende unseres Aufenthaltes treuhänderisch ein Dermatom, einen Hauthobel zur Abnahme von Spalthaut zur Deckung von Verbrennungswunden, überreicht, im Wert von ca. 10 000 Euro.

 

Ausbildung eines Physiotherapeuten aus Eritrea

Zu Ausbildungszwecken weilte ein eritreischer Physiotherapeut mit Unterstützung unserer Sektion für drei Monate in Deutschland. Ausbildungsorte waren u. a. das Gesundheitszentrum Vreden, eine große physio- und ergotherapeutische Reha-Einrichtung sowie die entsprechenden Abteilung am Klinikum Bergmannsheil in Bochum.


Wieder unterstützten uns viele Kinder-Initiativen bei der Spendenbeschaffung: "Mini-Playback-Show", Aufführung eines Kinder-Musicals, brachten weit über 10000 Euro ein.
Aus Vreden und dem näheren und weiteren Umfeld waren es wieder zahlreiche Firmen sowie Privat-Initiativen, die uns unterstützten: Firmenjubiläen, sportliche Aktivitäten zugunsten INTERPLAST, Spendeneingänge anlässlich privater Feiern usw. Erstmalig verzeichneten wir auch eine größere Spende aus Justizauflagen - auch hier war ein Vredener Initiator.
Allen, die uns durch ihre Spende, aber auch durch ihre tatkräftige Mitarbeit in diesem Jahr unterstützt haben, sagen wir unseren herzlichen Dank.

Dankenswerterweise berichteten örtliche Presse, regionale Rundfunk-und Fernsehanstalten regelmäßig über unsere Aktivitäten.

Sofern die politischen Verhältnisse es zulassen, ist für 2004 unser nächster Einsatz in Afghanistan in Zusammenarbeit mit der Shuhada-Organisation vorgesehen. Im Herbst wollen wir zusammen mit estländischen Kollegen einen Workshop für rekonstruktive Chirurgie in Tallinn/Estland durchführen. Für das Jahr 2005 ist unser erster Südamerika-Einsatz in Peru geplant.

Arnulf Lehmköster

 

 

Interplast
Einsatzberichte 2010

Einsatzberichte 2010



Wir sind stolz auf unsere Beurteilung !

www.charitywatch.de


Wir brauchen Ihre Hilfe !!!

Schon mit 100 Euro können Sie einem
Patienten unserer Einsatzorte vor lebensgefährlichen Verletzungs- und Krankheitsfolgen bzw. sozialen Ausschluß bewahren.

Das Spendenkonto von INTERPLAST-Germany e.V. lautet:

Deutsche Bank Köln
KTO: 2571990
BLZ: 37070024


IBAN :
DE 97 37 07 00 2402 57 19 90 00
BIC: DEUT DE DB KOE

Bitte vergessen sie nicht Ihren Namen und Ihre Adresse auf der Überweisung anzugeben damit wir Ihnen eine Spendenquittung zustellen können.



INTERPLAST-Stiftung

Zur Förderung längerfristiger Projekte Humanitärer Plastischer Chirurgie wurde die INTERPLAST-Stiftung gegründet. Ihre Zustiftungen helfen den Grundstock für eine dauerhafte Hilfe aufzubauen. Alle Informationen finden Sie unter:

www.interplast-germany.info



ESPRAS SHARE soll eine übergeordnete Organisationsstruktur für humanitäre Plastische Chirurgie in Entwicklungsländern bieten, ausgehend von

der Europäischen Vertretung der nationalen Plastischen-Chirurgischen Gesellschaften (ESPRAS). Weitere Informationen finden Sie unter:

www.esprasshare.org


Herausgeber und Copyright ©: Interplast Germany e.V. - Internationale Plastische Chirurgie für Entwicklungsländer

 

Diese Seite wurde realisiert durch: www.sinn7.de