INTERPLAST INTERNATIONAL BHUTAN

Mit den Worten atemberaubend, geheimnisvoll und exotisch wird in vielen Reiseberichten dieses in einem versteckten Winkel zwischen Tibet und Indien liegende Königreich geschildert.

Seit 2 Jahren arbeitet ein internationales Team bestehend aus Amerikanern, Kanadiern und mir als Vertreter von Interplast Germany zweimal im Jahr in diesem bezaubernden Märchenland, das die Größe der Schweiz einnimmt und von den höchsten nichtbestiegenen Himalaya-Bergen umgeben ist.

 

 

Bis vor wenigen Jahren war Bhutan ein verbotenes Land, das nur wenige Ausländer einreisen ließ. Margrit Elliot, eine amerikanische Op-Schwester aus Seattle, hat dieses souveräne Königreich in vielen schwierigen Verhandlungen mit dem Königshaus und dem Gesundheitsministerium für Interplast und Wicare , einer amerikanischen Hilfsorganisation, geöffnet.
Bhutan gehört zu den ärmsten Staaten dieser Erde. In diesem Land gibt es kaum Ärzte, geschweige denn plastische Chirurgen.
Unser Patientengut umfasst hauptsächlich Babies und Kinder mit Lippen- und Gaumenspalten.

 

 

Professor Gringrass, ein bekannter plastischer Chirurg von der Universität in Milwaukee,USA, bildet einen einheimischen Kieferchirurg mit größter Geduld und Passion vor Ort in den OP Techniken der Lippen- und Gaumenspalten aus.
Wie wir es in Tibet in den letzten Jahren erlebt haben, müssen die Eltern mit ihren Kindern oft über 3ooo bis 4ooo m hohen Himalayapässe in 2-4 Tagemärschen anreisen, um das Krankenhaus in Parozu erreichen, wo den Kindern durch die Operation ein neues Gesicht geschenkt wird.
Auch in Bhutan haben wir ein kleines Interplastmärchen erlebt:

Zufällig erfuhren wir von Pema, einem 15 jährigen Mädchen, das durch eine Lippenspalte entstellt war. Wir besuchten die Bauernfamilie auf ihrem einsamen Bauernhof und erzählten ihnen von unserer Tätigkeit im Krankenhaus.
Die große Skepsis gegenüber einer Operation verschwand als wir von unserer früheren Arbeit in Tibet und unseren Kontakten zum Dalai Lhama erzählten.

 

 

PEMA war durch die Mißbildung total eingeschüchtert, verschlossen und lebte, ohne eine Schule besucht zu haben, isoliert auf dem elterlichen Hof.
Dieses Jahr haben wir Pema 2 Jahre nach der erfolgreichen Operation zu Hause besucht. Sie war ein anderer Mensch geworden, aufgeschlossen, gesprächig, immer lächelnd und überglücklich.
Für sie und die Eltern war durch die Operation ein kleines Wunder geschehen.

 

Paul Schüller, Traunstein

 

 

Interplast
Einsatzberichte 2009

Einsatzberichte 2009



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