Bericht des Einsatzes in Marawila Sri Lanka 1999

17x Sri Lanka

Es ist schon erstaunlich, was aus dem ersten Einsatz von Dr. Schidelko im März 1993 mittlerweile geworden ist. Das 17. Team hat gerade im Januar diesen Jahres den Einsatz in Seeduwa beendet. Cirka 1500 Patienten sind mittlerweile von Interpiast auf Sri Lanka operiert worden.

Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass die erste Verbindung zwischen Interplast Germany und dem nahezu seit 20 Jahren in Colombo lebenden deutschen Arzt Dr. Ulrich Hühne geknüpft wurde. Seinem Geschick im Umgang mit der asiatischen Bürokratie und seinem persönlichen, selbstlosen Einsatz verdanken wir es, dass ein erster Interplast-Einsatz im Jahr 1993 möglich wurde. In den folgenden Jahren wurden die organisatorischen Einzelheiten wesentlich verbessert und zur Koordination und Durchführung der Einsätze wurde eigens die German Help Foundation gegründet. Zur Patientenselektion und ihrer perioperativen Betreung konnten Ärtze der jeweiligen Krankenhäuser und humanitäre, einheimische Gruppen der Lions und Rotaryer Clubs gewonnen werden.

Trotz kleiner Pannen, die zwischen den verschiedenen deutschen Einsatzteams im Zusammenspiel mit den einheimischen Kräften aus dem Weg geräumt wurden, konnten bereits cirka 1500 Patienten von dieser Hilfe profitieren. Für die meisten von ihnen dürfte es die einmalige Chance in ihrem Leben sein, durch eine entsprechende Korrektur ihrer entstellenden, funktionell einschränkenden Erkrankung wieder in die Familien und Gesellschaft integriert zu werden. Die Möglichkeiten, einheimische Kollegen zur aktiven Selbsthilfe zu motivieren, waren leider nicht immer erfolgreich. Oft scheitert es an der persönlichen Unentschlossenheit oder organisatorischen Defiziten. In Zusammenarbeit mit der German Help Foundation ist die Einrichtung eines Brandverletztenzentrums geplant und die Gruppe Wymer/Langner haben eine Brandeinheit mit 200 Patientenbetten nach Sri Lanka geschafft, um eine dauerhafte Verbrennungsstation einzurichten. Hier soll ein regelmäßiges Teaching der einheimischen Chirurgen durch das jeweilige deutsche Interplast-Team erfolgen. Eine dauerhafte Verankerung eines Plastischen Chirurgen für die Betreung des Gesamtprojektes wäre sicherlich sinnvoll.


Einzelgänger aus den Bergen mit Neurofibromatose

Rückblickend bleibt festzuhalten, dass sich das System in Sri Lanka sehr bewährt hat. Durch die große Erfahrung und das organisatorische Talent von Uh Hühne zeichnen sich die Einsätze durch eine hervorragende Effektivität aus. Es gibt keine Anlaufverlust, die Einsatzorte werden nach Bedarf über die ganze Insel verteilt. Die Akzeptanz durch die örtlichen Kollegen und das Gesundheitsminesterium ist hervorragend, so dass Sri Lanka sicherlich noch ein lohnendes Ziel für viele Jahre darstellt, wobei die entstehende Brandverletztenstation sicherlich einen Schwerpunkt bilden wird.

Dr. Nick/ Dr. Völsgen Eschweiler

 

 

Interplast
Einsatzberichte 2009

Einsatzberichte 2009



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