Die unglaubliche Geschichte von Hai aus Vietnam

Montag, 29. Januar 2018

Beim Interplast Einsatz in Vietnam sind im Krankenhaus in Hue Wartezimmer und Gänge voll mit Patienten: leuchtende, erwartungs-, auch angstvolle Augen, viele Kinder verschiedenen Alters dabei mit Lippenspalten, Verbrennungen und handchirurgischen Problemen, die auf unsere Hilfe warten. Okay, also an die Arbeit. Jeden Tag nach den Operationen ist das Wartezimmer wieder voll mit neuen Patienten, so voll wie der Op-Plan für die ganze Woche.

Doch eines Nachmittags halten wir alle kurz inne. Zuerst kaum zu bemerken kommt eine schlanke, dunkel gekleidete Gestalt auf uns zu, ein junger Mann, halb versteckt hinter seinem Vater, der einen Weg durch die Menge bahnt. Erst als der junge Mann direkt vor uns steht, können wir sein schrecklich entstelltes Gesicht sehen. Der junge Mann heißt Hai und ist 20 Jahre alt, sagt der Vater.

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Kreuznacher Hilfseinsatz in Tschetschenien

Montag, 29. Januar 2018

Aus Hilfsbedürftigen werden Partner: Herzliche Freundschaft mit tschetschenischen Ärzten

Das Band, das vor 10 Jahren durch Alex Jakob zwischen Bad Kreuznach und Grozny, der Hauptstadt der kaukasischen Sowjetrepublik Tschetschenien, geknüpft wurde, war damals primär als humanitäre Unterstützung geplant: einem durch zwei Kriege zerrüttetes Land, Menschen mit schweren Entstellungen ohne irgendeine medizinische Versorgung und Kindern, die durch Kriegswirren elternlos und entwurzelt waren, sollte unkompliziert Hilfe zuteilwerden. Diesen damals völlig ungewöhnlichen und mutigen Schritt eines Kreuznacher Bürgers haben die Tschetschenen nie vergessen.

Die 2006 und 2007 darauf folgenden medizinischen Einsätze unter entbehrungsreichen Umständen sind nicht nur den Beteiligten, sondern großen Teilen der Bevölkerung Groznys immer noch lebendig vor Augen. Auch bei unserem jetzt 4. Hilfseinsatz, der wieder von Tamara Naumann und Alexander Jacob aus Bad Kreuznach vorbereitet wurde, reisen wir auf einer Welle der Dankbarkeit. Trotz eines Generationswechsels in den Ministerien lassen sich die jetzigen Amtsinhaber immer wieder Berichte über das damalige Engagement von Alex Jakob erzählen und begrüßen seinen Sohn, Alexander Jakob wie einen Bruder. Auch „Andrej Boschsch“ wird von Alt und Jung gefeiert. Uns wurde klar, welch entscheidende Impulse die Kreuznacher Initiative damals für die medizinische Versorgung besonders der Kinder in Grozny gesetzt hatte.

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Einsatzbericht Interplast Santa Cruz, Bolivien Februar 2017

Mittwoch, 6. Dezember 2017

von Simone Böll

Woche 1: Koffer auf.

Zu meiner ersten Begegnung mit dem Interplast Team Sektion Bad Kreuznach kommt es vor dem Hospital ProSalud. Es ist der erste Tag des bereits siebten Interplast-Einsatzes in der einwohnerstärksten Stadt Boliviens, Santa Cruz de la Sierra. Mit von der Partie sind Horst Aschoff (Plastischer Chirurg), Bassam Saka (MKG-Chirurg), Frank Lehmann (Allgemeinchirurg), die Anästhesisten Gunther Kranert (Teamleiter), Kay Lipka und Jens Kraßler sowie die OP-Pflegerinnen Hanka Wurzer und Daniela Hanl.

Ich, Medizinstudentin im 10. Semester an der Medizinischen Universität Wien, hatte das Team über Recherche im Internet aus simultanem Interesse an rekonstruktiver Chirurgie und humanitär-medizinischen Einsätzen in Entwicklungsländern gefunden. Und plötzlich stehe ich da, inmitten von halbgeöffneten Koffern, gefüllt mit dem medizinischem Material für die nächsten Einsatzwochen und das Abenteuer beginnt. Neben ihren Koffern, so lerne ich schnell, hat unser Team eine Menge an Erfahrung in medizinischen Hilfseinsätzen über den Globus hinweg, sowie eine ordentliche Portion Motivation für den bevorstehenden Einsatz mitgebracht.

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Medizinische Hilfe durch INTERPLAST im Herzen Indiens

Montag, 20. März 2017

Medizinische Hilfe durch INTERPLAST im Herzen Indiens

Zum dritten Mal führte ein Bad Kreuznacher INTERPLAST-Einsatz in das 50.000 Seelenstädtchen Shevgaon im Bundesstaat Maharastra, einer Armenregion im Herzen Indiens. In den letzten 4 Monaten hatte Pater Prakash dort in 27 Dörfern die Kunde verbreitet, dass wieder ein deutsches Ärzteteam kommen wird, um den Bedürftigen und Ausgestoßenen zu helfen, die sonst keine Chance auf eine adäquate medizinische Versorgung hätten.

Mit kiloschweren Koffern, Kisten voll medizinischen Material und von Kindern gespendeten Kuscheltieren brachen der kreuznacher Teamleiter Dr. André Borsche, seine Frau Eva als Allgemeinärztin und ihre Tochter Mailin als angehende Chirurgin auf, um während ihres Urlaubs operative Hilfe zu leisten. Unterstützt wurden sie von den beiden Anästhesistinnen Dr. Gabi La Rosée und Dr. Elke Berkenbrink aus Essen und Marianne van Deest aus München als OP-Schwester.

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Ärzteteam von INTERPLAST hilft zwei Wochen in Peru

Montag, 15. August 2016

Wieder entsandte die Sektion Bad Kreuznach eine Delegation in die Welt:  Eine Interplast-Ärztegruppe unter Leitung von Dr. André Borsche operierte bedürftige Patienten in der Wüstenregion im Norden Perus, nicht weit von der Pazifikküste entfernt. Es war der zweite Einsatz in dem kleinen Städtchen Guadalupe auf Initiative von Ricardo Bueno und Stefan Pappert vom Verein PEP aus Trier.  Das Team wurde wieder von den Peruanern auf’s Herzlichste empfangen.

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Interplast – Einsatzbericht Riberalta, Bolivien vom 25.02. – 10.03.16

Dienstag, 19. Juli 2016

2014 fand der erste Interplast Einsatz in Riberalta, Bolivien statt. Unser Fazit damals war positiv und wir empfanden den Einsatzort als „…einen guten Ort, für einen weiteren Interplast-Einsatz….“ Trotzdem sahen wir auch Möglichkeiten der Verbesserung. Knapp zwei Jahre später kam die erneute Anfrage, ob ein Interplast-Team nach Riberalta reisen würde.

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Hilfe für syrischen Flüchtling Achmed

Samstag, 6. Februar 2016

Sektion Bad Kreuznach

Netzwerk der Hilfsbereitschaft für syrischen Flüchtling Achmed

Welch eine Odyssee hat der syrische Flüchtling Achmed hinter sich, bis ihm im Diakonie-Krankenhaus Bad Kreuznach geholfen werden konnte.
Ein Granatsplitter hatte ihm in seiner Heimatstadt Aleppo die rechte Gesichtshälfte zerfetzt, das Auge mußte entfernt werden und wurde durch eine Glasmurmel ersetzt. Aber er hatte immerhin mit seiner schweren Gesichtsverletzung überlebt und war seither auf der Suche nach einer plastisch-chirurgischen Hilfe, seine Entstellung etwas zu verbessern. Zunächst war er in die Türkei geflohen und wurde im Emel Hospital in Reyhanli versorgt. Es blieb ihm aber die Hoffnung, vielleicht in Deutschland noch spezilisiertere Hilfe zu erlangen.

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Zurück von einem medizinischen Hilfseinsatz an der syrischen Grenze

Donnerstag, 4. Februar 2016

Ausgelaugt und fertig erreicht der Plastische Chirurg Dr. André Borsche wieder den sicheren Boden der kreuznacher Heimat. Eine Woche hatte er in dem türkischen Grenzort Reyhanli syrische Flüchtlinge operativ behandelt. Zusammen mit einem Team von Ärzten aus Kuwait und Griechenland galt es in kurzer Zeit möglichst viele Verletzte zu versorgen und den syrischen Ärzte in die Techniken der Plastischen Chirurgie einzuweisen.

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Bad Kreuznacher INTERPLAST – Team hilft in Tansania

Donnerstag, 4. Februar 2016

Plastisch-chirurgische Operationen für die Ärmsten in Ndanda
Das auswärtige Amt hatte für die Zeit unseres Einsatzes in Tansania eine Reisewarnung ausgesprochen: Präsidentschaftswahlen standen bevor. Zwei christliche Kandidaten brachten das mehrheitlich muslimische Land in Wallung. Überall Fahnen, bunte Kleidung in Parteifarben und lautstarke Propagandaveranstaltungen mit unzähligen Besuchern bis nachts um drei zeigten eine lebensfrohe, bevölkerungsnahe Demokratie. Wir empfanden dies weniger als Bedrohung, sondern eher als ein Zeichen der Auseinandersetzung mit den vielen tansanischen Gegensätzen, seien sie stammespolitisch, religiös, sprachlich oder sozial bedingt. In so einem aufstrebenden Land ist Hilfe durch Interplast sinnvoll und nachhaltige Arbeit möglich.

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James, ein lachendes Glück auf Erden

Mittwoch, 23. September 2015

Diakonieärzte helfen 5 jährigen fußverstümmelten Jungen aus Kenia

Man mag es eigentlich gar nicht glauben, dass ein kleiner Junge in einem winzigen Dorf in Kenia durch das Zusammenwirken von vielen begeisterten Menschen, den Weg nach Bad Kreuznach gefunden hat, um hier Hilfe im Diakonie-Krankenhaus zu erfahren.

James war alles Kleinkind mit beiden Füßen in das Feuer geraten, was zu einer grausamen Verstümmlung beider Beine geführt hatte. Seither lernte er nur auf den Knien zu rutschen, an Gehen war gar nicht zu denken. Nun begab es sich just, dass die Hilfsorganisation Ubuntu e.V. aus Bayern gerade in diesem Dorf aktiv war und sie gemeinsam mit dem begleitenden Fernsehteam von dem Schicksal des Kleinen so erschüttert waren, dass sie unbedingt Hilfe für James in Deutschland organisieren wollten.

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