Aufbruch nach Cochabamba –   Interplast Einsatz in einer Verbrennungsklinik für Kinder in Bolivien

Montag, 1. Dezember 2014

Am Samstag reist Dr. André Borsche mit einem 10 köpfigen Team in die drittgrößte Stadt Boliviens, nach Cochabamba. Dort warten auf die Ä’rzte, Pfleger und Schwestern von Interplast viele verletzte Kinder, die nach Verbrennungen  entstellende Narben zurückbehalten haben, so daß sie ihre Arme und Beine nicht mehr frei bewegen können. Der befreundete Plastische Chirurg Dr. Günter Zabel aus Schopfheim hatte Borsche gebeten, diesmal wieder mit dabei zu sein, nach dem so erfolgreichen gemeinsamen Einsatz vor vier Jahren.

Damals konnten 154 Operationen bei 70 Kindern durchgeführt werden. Dank der exzellenten Zusammenarbeit mit dem Rotary Club in Cochabamba sowie dem deutschen Partnerclub aus Weil der Stadt, laufen die Vorbereitungen seit Wochen auf Hochtouren. Aus vielen Regionen Boliviens reisen Eltern mit ihren Kindern an, um auf die Hilfe der Plastischen Chirurgen aus Deutschland zu höffen. Schon per e-mail mit Fotos wurden Dr. Borsche schwer verstümmelte Kinder angekündigt, damit er sich auf die geplanten Rekonstruktionen mit Lappemplastien und Hauttransplantationen vorbereiten kann. Ein Teil des benötigten Materials und die Instrumente reisen mit, die restlichen Verbrauchsgüter werden in Bolivien gekauft. Dank vieler Spenden aus der Naheregion wird es auch dieses Mal möglich sein, in den knappen 2 Wochen des Einsatzes möglichst vielen kleinen Patienten zu helfen. Die Strapazen der langen Anreise und der vielen Stunden im Operationssaal werden durch die Dankbarkeit der Menschen vor Ort belohnt, die es oft gar nicht fassen können, dass sie für die Behandlung nichts bezahlen müssen, denn die meisten könnten sich eine Operation überhaupt nicht leisten. Insofern geben wir von unserem Wohlstand den Bedürftigen etwas ab, was wir gerne bereit sind zu geben : Respekt, Fachwissen und Hilfe und erfahren dafür eine großartige Gastfreundschaft.
 
André Borsche
 
P.S. Cochabamba wurde international berühmt als das “Blaue Wunder” durch den “Wasserkrieg” 2001, wo die Bevölkerung es geschafft hatte, sich dem Verkauf der Wasserrechte an ausländische Firmen zu erwehren, da sie sogar das Regenwasser hätten bezahlen müssen.